Konzerte & Party

Red Fang im C-Club

Red Fang

Red Fang waren kürzlich bei David Letterman. Der König der Late-Night-Unterhaltung stellte sie als „wundervolle Rock’n’Roll-Band aus Portland, Oregon“ vor, und sein Keyboarder und Sidekick Paul Shaffer begleitete den folgenden Stoner-Metal-Höllenlärm frohgemut auf der Orgel. Auch für das Quartett selbst dürfte die Stippvisite in die Welt des Glanzes und Glamours eine Grenzerfahrung gewesen sein. Immerhin begann es seine Karriere laut offizieller Biografie als Ausbund „fieser Zauberer des Schmutzes, die man niemals ohne T-Shirts sehen möchte“. 2005 gegründet, brauchten Red Fang vier Jahre für ihr erstes Album, was möglicherweise auf ihre ausgewiesene Vorliebe für Dosenbier zurückzuführen ist. Anschließend ging es jedoch Schlag auf Schlag: Relapse Records, eine der wichtigsten Adressen für exquisiten Krach, nahmen die Dreckspatzen unter Vertrag, es folgten der gepriesene Longplayer „Murder The Mountains“, amüsante Videos sowie Touren und Festivals quer über den Globus. Und nun also der Auftritt bei „The Big Man ?Dave“, der es sich nach der Darbietung nicht nehmen ließ, seinen Gästen höchstpersönlich die Hände zu schütteln. Red Fangs aktuelles Album „Whales And Leeches“ ist aber auch ein hochinfektiöses Ding: Nach kurzer Aufwärmphase flammt hier ein Feuerwerk an ohrwurmigen Riffs und Hooklines auf, das in der Lage ist, nicht nur krawallgewöhnte Ohren lichterloh in Brand zu setzen. Eines konnte sich Letterman aber nicht verkneifen. Angesichts der vergleichsweise seriösen Erscheinung von Drummer John Sherman sagte er dessen Mitstreitern: „Ich habe schon mit ihm geredet, sich einen Bart wachsen zu lassen.“

Text: Roy Fabian

Foto: James Rexroad

Red Fang + The Shrine + Lord Undying, ?C-Club, So 30.3., 20 Uhr, VVK: 17 Euro zzgl. Gebühr

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