Konzerte & Party

Richard Ashcroft & The United Nations Of Sound im Postbahnhof

RPA & The United Nations Of SoundIn Fan-Foren herrscht Ratlosigkeit. Warum Richard Ashcroft die Britpop-Legende The Verve 2007 erst wieder zusammentrommelte, um sie zuletzt erneut  aufzulösen, versteht kaum einer. Doch Ashcroft lässt nur knapp verlauten: „Ich bin kein Fan von Nostalgie.“ Zeitlosigkeit strebe Ashcroft als Songwriter an.
Oft genug ist es ihm ja auch gelungen – mit Gespür für überlebensgroße Melodien und prachtvolle Orchester-Arrangements, tief verwurzelt in den Sixties. Auf dem Verve-Meisterstreich „Urban Hymns“ wimmelt es bekanntlich davon. Selbstverständlich zählen diese Lieder auch zum integralen Bestandteil von Ashcrofts Soloauftritten.
Für sein neues Projekt hat der 38-Jährige ausgebuffte Musiker angeheuert: Steve Wyreman etwa, sonst Gitarrist für Mary J. Blige, oder Derrick Wright, Drummer von Souldame Toni Braxton. Man zöge an einem Strang, sagt der Bandchef. Was das ist, scheint klar: der unvergänglichen Hymne auf den Fersen zu bleiben. Nicht jeder der zwölf neuen, von Gospel-Euphorie getränkten Songs wird dabei dem hehren Anspruch gerecht; manchmal bleiben die üppigen Soul-Rock-Nummern auch im Dickicht aus Streichern und Wah Wah-Gitarren stecken. Wenn dabei alte Verve-Fans ein bittersüßer Schub Nostalgie überkommt, sollte es ihnen Ashcroft aber nicht verübeln.

 

Text: Ulrike Rechel

tip- Bewertung: Fanveranstaltung

 

Richard Ashcroft & The United Nations Of Sound Postbahnhof, ?Do 10.6., 20 Uhr, ?VVK: 32 Ђ, Tickets gibt es hier

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