Konzerte & Party

Rival Sons im C-Club

Rival Sons

Eigentlich hatte Scott Holiday ganz andere Pläne, bevor er die Rival Sons gründete. Anfang der Nullerjahre war es, als er einen millionenschweren Plattenvertrag unterschrieben hatte. Doch die Majorfirma erfasste eine Entlassungswelle, und mit ihr landeten reihenweise Bands vor der Tür, so auch seine. Seit dem Debakel laufen die Dinge glücklicher für den Gitarristen, der den klassischen Rockkanon tief verinnerlicht hat. Mit den Rival Sons scheint alles zu passen. Ein „Geschenk der Rock-Götter“, nennt er allein den Moment, als er 2007 beim Durchforsten von Myspace auf einen unbekannten jungen Troubadour aus einem Nest in San Bernardino stieß. Jay Buchanan hatte sich bis dahin frühen Blues-Pionieren wie Son House oder Howlin’ Wolf verschrieben, weniger der Sorte Classic Rock, die Holiday unter den Nägeln brannte. In Verbindung mit dem Gitarristen und seinen zwei Rhythmusleuten aus der Bandszene von Long Beach entpuppte sich Buchanan als Stimmgewalt im Breitwandformat von Sechziger- und Siebziger-Charismatikern wie Paul Rodgers oder Robert Plant. Ein erstes, schnell eingespieltes Album brachten Rival Sons 2009 sicherheitshalber ohne Verbindung zur Plattenindustrie heraus. Seither hat das Quartett seine Fans durch emsiges Spielen im Alleingang eingesammelt. Auch Jimmy Page hat sich inzwischen als Fan bekannt – kein Wunder, wo das Led-Zeppelin-Erbe in den Händen der Kalifornier so groovestark und dringlich klingt, wie man es lang nicht mehr von einer neuen Band gehört hat.

Text: Ulrike Rechel

Rival Sons + The White Dukes, ?C-Club, Do 5.6., 21 Uhr, VVK: 22 Euro zzgl. Gebühr

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