Konzerte & Party

The Rolling Stones und Aerosmith in Berlin

Aerosmith

Aerosmith
Die zentrale Schaltstelle dieser Rock-Klassiker, manche sprechen gar zu Lebzeiten schon von Legenden, sind seit jeher der schlaksige,  hyperaktive Sänger Steven Tyler und sein abgebrühter Gitarrist Joe Perry – kurz auch The Toxic Twins genannt (Hinweis auf ihren einst üppigen Drogenkonsum). Frontmänner nicht nur ob ihrer Präsenz, sondern auch, weil sie als überwiegend monopolistische Songwriter den Löwenanteil der Einnahmen einstreichen und alleinig die Geschicke ihrer Band leiten. Eine symbiotische Beziehung, die gelegentlich auch in Hassliebe ausarten kann, wie zuletzt 2009, als wegen waghalsigen Bühnengebahrens von Steven Tyler eine US-Tournee zunächst unterbrochen und dann – wegen Schulterbruchs – endgültig abgesagt werden musste. Als der nach Kritik aus dem Kollegenkreis eingeschnappte Tyler dann ankündigte, lieber eine Solokarriere anzustreben, schob die Band einen Hals und drohte, einfach ohne ihn weiterzumachen. Binnen Wochenfrist war der Sänger wieder mit an Bord. Grundsätzlich gilt nämlich: Ohne einen von beiden Toxic Twins geht gar nichts, wie etwa von 1979 bis 1982, als neben Perry auch noch Zweitgitarrist Brad Whitford ausstieg. Da wurde es stellenweise sogar richtig gruselig („Rock In A Hard Place“). Ansonsten aber sind Aerosmith – auch bei einem Durchschnittsalter der drei Gründungsmitglieder von 64 Jahren und im 45. Jahr ihres Bestehens – allenfalls durch absurde Unglücksfälle (Beinbruch, Schulterbruch) aufzuhalten. Für einen Moment jedenfalls.

Text: Hagen Liebing

Foto: Ross Halfin

Aerosmith, ?O2 World, Mo 9.6., 20 Uhr, ?VVK: 45-85 Euro zzgl. Gebühr

AEROSMITH
Baujahr 1969, USA Klassisches Riff Walk This Way (1975) DNA komplett Toys In The Attic (1975) Beste Teamarbeit Remake von Walk This Way mit Run DMC (1986) Tiefpunkt Rock In A Hard Place (1982) Autobiographie Steven Tyler: Does The Noise In My Head Bother You? (2012) Letzter Berlin-Gig 1999, Waldbühne

 

The Rolling Stones

The Rolling Stones
Die zentrale Schaltstelle dieser Rock-Klassiker, manche sprechen gar zu Lebzeiten schon von Legenden, sind seit (fast) jeher der schlaksige, hyperaktive Sänger Mick Jagger und sein abgebrühter Gitarrist Keith Richards – kurz auch The Glimmer Twins genannt (ein selbst gewähltes Produzenten-Pseudonym der beiden). Frontmänner nicht nur ob ihrer Präsenz, sondern auch, weil sie als monopolistisches Songwriterduo den Löwenanteil der Einnahmen einstreichen und alleinig die Geschicke ihrer Band leiten. Eine symbiotische Beziehung, die gelegentlich auch in Hassliebe ausarten kann, wie zuletzt 2010, als Keith Richards seine Autobiografie „Life“ veröffentlichte und der Sänger schmollte, oder auch 1983 und 1986, als Mick Jagger statt mit der Band lieber für seine Soloalben tourte und „Keef“ einen Hals schob. Grundsätzlich gilt nämlich: Ohne einen von beiden Glimmer Twins geht gar nichts – wenn einer von beiden nicht voll bei der Sache ist, wird es manchmal sogar richtig gruselig („Hard Work“). Ansonsten aber sind die Rolling Stones – auch bei einem Durchschnittsalter der drei Gründungsmitglieder von 71 Jahren und im 52. Jahr ihres Bestehens – allenfalls durch absurde Unglücksfälle (Sturz von einer Palme) oder tragische Familienangelegenheiten (in diesem Jahr nahm sich Mick Jaggers Freundin L’Wren Scott das Leben) aufzuhalten. Für einen Moment jedenfalls.

Text: Hagen Liebing

Foto: Universal Music

The Rolling Stones, ?Waldbühne, Di 10.6., 19 Uhr, ?ausverkauft

THE ROLLING STONES
Baujahr 1962, England Klassisches Riff Satisfaction (1965) DNA komplett Let It Bleed (1969) Beste Teamarbeit Jagger & Merry Clayton bei Gimme Shelter (1969) Tiefpunkt Hard Work (1986) Autobiographie Keith Richards: Life (2010) Letzter Berlin-Gig 2008, Olympiastadion 

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