Konzerte & Party

Roots Manuva im Bi Nuu

Roots Manuva

tip Nach vier Jahren sind sie mit dem Album „Bleeds“ zurückgekehrt. Warum brauchen Sie diese Zeit?
Rodney Smith Für mich ist das kein Allerweltsvorgang, der sich auf Knopfdruck erledigen lässt. Es wird jedes Mal schwerer und schwerer, das nächste Puzzleteil zu finden. Ich muss gut vorbereiten und konzentriert sein, um den nächsten Schritt machen zu können.

tip An dem Song „Don‘t Breathe Out“ haben der Mischmeister Adrian Sherwood und das junge Talent Fred Gibson gearbeitet. Wie kam es dazu?
Rodney Smith Adrian ist einer meiner großen Helden. Die Verbindung zu Fred entstand über einen Umweg. Ich wollte erst mit Brian Eno arbeiten, aber der konnte es zeitlich nicht einrichten. Da empfahl er mir einen jungen Kerl, der gerade mal 21 Jahre alt ist; eine echte Entdeckung.

tip Warum beginnen Sie das Album mit dem schroffen Tonfall in „Hard Bastards“?
Rodney Smith Heute kämpfen die Menschen in vielen Teilen der Gesellschaft um jeden Krümel, damit sie überleben können. Die Härte ist nicht zu übersehen. Man sieht das an armen Leuten, die immer ärmer werden. Sie kämpfen nicht nur, sie werden auch bösartiger. Das wühlt mich auf.

tip Ihr erstes Album „Brand New Second Hand“ hat 1999 britischen Rappern den Weg gewiesen. Aber der große Wurf ist Ihnen verwehrt geblieben. Stört Sie das?
Rodney Smith Ganz und gar nicht. Ich bin jetzt 43, da geht es nicht darum, wer der Größte und Beste ist. Es geht mir darum, ein Statement abzugeben, das den Grundwerten des HipHop entspricht. Bei dieser Musikrichtung handelt es sich um eine mystische Kultur, in die man tief eindringen muss. Sonst wird sie missverstanden.

Interview: Thomas Weiland

Roots Manuva, Bi Nuu im U-Bahnhof Schlesisches Tor, Kreuzberg, Di 23.2. , 20 Uhr, ausverkauft

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