Konzerte & Party

Rückblick: Frittenbude im Astra

fritten_6209Im ausverkauften Astra Kulturhaus feiern die Elektro-Punks Frittenbude das Erscheinen ihrer neuen Platte mit allem, was eine gute Party so bieten muss. Die Gäste schwirren ausgelassen durch die Halle, tragen H&M-Chic, Indie-Dutts und ein fröhliches Grinsen im Gesicht. Viele Frittenbude-Fans an diesem Abend sind blutjung und ausdauernd genug, um auch bei kreislauf­feindlichen Temperaturen stundenlang euphorisch im Pulk mitzutanzen. Als Unterstützung haben sich die Gastgeber zwei Vorbands eingeladen. Nachdem Fuck Art, Let’s Dance! bereits begeistert vom Publikum empfangen werden, setzen die wunderbaren Herrenmagazin aus Hamburg die Aufwärmphase fort. Allerdings geht es bei diesen Feierlichkeiten natürlich vorrangig um den Gastgeber. Kurz vor 22 Uhr starten Frittenbude ihre Party mit „Von allem zu viel“, dem Auftaktsong ihres neuen Albums „Delfinarium“, gefolgt von Hits wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ vom Debüt „Katzengold“, dem neuen Track „Deutschland 500“ und Gimmicks wie Seifenblasen und Bühnentänzern in Ganzkörpertierkostümen. Ob Delfin, Katze, Hase oder Panda, die fortschreitende Transpiration scheint keinen der Verkleideten in seiner Euphorie zu bremsen und das Publikum schon gar nicht. „Tanz und Partyspiele!“ Fordert die Band zum kollektiven Mittelfingerrecken, Springen oder Singen auf, machen alle mit. Selbst in den hinteren Reihen wird bis zum Ende des über eineinhalbstündigen Konzerts noch jeder Beat begeistert gefeiert. Heimlich warten aber alle auf „Mindestens in 1?000 Jahren“, den bisher größten Hit der Band, um danach durchweicht, erschöpft und zufrieden Richtung Ausgang zu torkeln. Schon Schluss? Nein. Der Rest riskiert mit weiteren Zugabeforderungen zwar den Killer eines jeden guten Showfinales, doch die letzten zwei Songs kicken dann schlichtweg wie die zusätzliche Zuckerstange am Ende eines tollen Kindergeburtstages.

Text: Christine Stiller

Foto: POp-Eye / Sari Schildt

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