Konzerte & Party

Rückschau: Der Sonntag auf dem Greenville-Festival

Iggy Pop

Am letzten Tag des Premiere-Wochenendes lockte das Greenville-Festival noch einmal mit großen Namen im Line-Up. Iggy Pop und seine Stooges präsentierten sich hierbei als würdige Headliner und sorgten mit ihrer Show für einen mehr als gelungenen Festival-Abschluss. Der dratige Mann aus Michigan spielte sich mit seiner Kombo durch ein Best Of der eigenen Hits und sorgte dafür, dass neben der begeisterten Masse gut zwei Dutzend Festival-Besucher das Konzert in langer Erinnerung behalten werden. Zu Beginn seines Auftritts holte er sie kurzerhand auf die Bühne, um dort mit ihm abzufeiern. Der Mann mag alt sein, aber er ist und bleibt auf der Bühne ein unbändiges Tier.
Für ein erstes Highlight am Sonntag hatten am frühen Abend die Donots gesorgt. Die Westfalen begeisterten mit frischem Punkrock und waren sich zum Ende ihrer Show nicht zu schade, ihre Festivaltauglichkeit mit einer Stadionrock-Hymne vom aktuellen Album „Wake The Dog“ unter Beweis zu stellen.
Gewohnt lässig und laut zeigren sich danach Turbonegro. Shouter Tony Sylvester brüllte sich stimmgewaltig übers Gelände und zeigte, dass die Band auch nach 24 Jahren, zwei zwischenzeitlichen Schlussstrichen und vielen Umbesetzungen nichts von ihrer Frische verloren hat.
Ein wenig Mitleid mit den – wen auch wenigen – Anwohnern des Festivalgeländes musste man beim Auftritt von Dizzee Rascal haben. Die fetten Bässe des Grime-Musikers aus London dürften auch in mehreren Kilometern Entfernung noch für manch zitternde Wände gesorgt haben.
Insgesamt zeigte das Greenville-Festival, dass auch in Zeiten ausufernder Mega-Festivals noch Alternativen möglich sind. Das Line-Up sorgte für Abwechslung, die Preise auf dem Gelände hielten sich in einem für Festival-Verhältnisse absolut akzeptierbaren Rahmen und nicht zuletzt die vielen Helfer sorgten mit gelöster Stimmung für eine fast familiäre Atmosphäre. Man möchte den Machern des Greenville für das kommende Jahr ein paar mehr Zuschauer wünschen, denn der Ansatz des Festivals ist mehr als stimmig. Und letztlich hat an diesem Premieren-Wochenende – bis auf ganz kurze Ausnahmen – sogar das Wetter mitgespielt. Das will in diesem verregneten Sommer 2012 schon was heißen.

Der Vorverkauf für das Greenville-Festival 2013 beginnt am Samstag, den 01.09.2012. Alle Infos dazu gibt es auf www.greenville-festival.com

Text und Fotos: Martin Zeising

Sehen Sie weiter unten in der Bildergalerie die Highlights von Sonntag.

Weitere Bildergalerien:

Das war der Samstag auf dem Greenville-Festival

Der erste Abend auf dem Greenville-Festival

Mehr über Cookies erfahren