Konzerte & Party

Ruin: „Half Skull“

ruinKunstfans, die sich ein Original von Martin Eder leisten wollen, legen dafür schon mal 50.000 Euro an. Da ist es gut, dass der Maler-Star ein Alter Ego in der Musikwelt hat. Als Richard Ruin komponiert der Wahlberliner düstere Ambiente-Klangmalereien, zuletzt den Songreigen „Half Skull“ mit dem Klassik-Ensemble Kaleidoskop. Es versteht sich fast von selbst, dass das zugehörige Album in einer ganz besonderen Hülle steckt. Die handgefertigte Kartonbox enthält neben der CD zwölf unterschiedlich monochrome Quadrate, für jeden Track eines. Die Farbwahl aber hat es in sich. Dafür hat Ruin nach Alchemisten-Art verschiedene Sub­stanzen zu Malerfarben verarbeitet und per Siebdruck auf Karton gebracht. Blut, Knochen, Asche, Metall, Wodka und Aspirin finden sich unter den Essenzen, die in ihrer transparenten Optik doch etwas Beruhigendes ausstrahlen – bei aller martialischen Assoziationskraft. Ordern lässt sich das synästhetische Werk über www.ruinofficial.com.

Text: Ulrike Rechel

Ruin „Half Skull“  (Viva Hate/Cargo)

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