Konzerte & Party

Ruts DC

Ruts DC
Foto: Indigo

Diese Band hat ihre Geschichte mit Berlin. Als The Ruts im Januar 1980 hier spielten, endete ihr Auftritt mit einer munteren Keilerei im Vorraum des Kant Kinos. Die Ordner mochten nicht, dass die Londoner ihr Publikum auf die Bühne baten und Berlins Punk-Nachwuchs dem auch gerne nachkam. In Folge verbrachte auch Ihr Autor seine erste Nacht in einer Polizeizelle. Aber es hatte sich gelohnt.

Denn für diesen Moment waren The Ruts Englands musikalischer Brennpunkt, mischten Punk mit dem Groove und den Slogans karibischer Zuwanderer („Babylon’s Burning“, „Jah Wars“) und hatten auch ein Auge auf die aufkommende Skinheadbewegung („Staring At The Rude Boys“). The next big thing? Nur fünf Monate lang. Dann starb Sänger Malcolm Owen an Heroin. Man benannte sich um in Ruts DC, Gitarrist Paul Fox übernahm den Gesang, die Band spielte mit „Rhythm Collision“ ein Album ein, dessen Verquickung von Dub- und Rockelementen zukunftsweisend war, aber unbeachtet blieb, weshalb man sich 1983 trennte. Vorerst. Denn bis 2008 sprach sich die Qualität besagter Platte dann doch noch herum, weshalb die Ruts-Urgesteine David Ruffin und John Jenkins (auch Fox war inzwischen gestorben) seither wieder Konzerte geben – unterstützt von Sängerin Molara.

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