Konzerte & Party

Sallie Ford & The Sound Outside im Monarch

Sallie Ford & The Sound Outside

Bei Sallie Burgess Ford ist das ganz einfach: Sie muss nur ihre Brille aufsetzen und schon denken alle, sie sei direkt den Fünfzigern entsprungen. Dazu ein altertümliches Kleid und fertig ist die Vintage Hipness. Der Sound dazu ist ein Bastard aus Blues, Jazz, Soul und alles, was den Rock mal ins Rollen brachte. Das will gekonnt sein, und The Sound Outside verstehen ihr Handwerk. Vom Drummer über den Upright Bass bis hin zum virtuosen Gitarristen werden Rockabilly, Surf und alle schmutzigen, verführerischen Licks beherrscht. Sally selber hat, ganz das brave Mädchen, Violine gelernt. „Ich bin dankbar für diese Erfahrung, spiele heute aber lieber etwas Wilderes.“
Seit 2006 schreibt sie eigene Songs, ihre Vorbilder heißen Wanda Jackson, Etta James, Patsy Cline, aber auch Joanna Newsom und Regina Spektor, was natürlich Erwartungen erweckt, die die ungewöhnliche, immer etwas atemlose Bandleaderin durchaus erfüllen kann. Modernitätsverächter sind die vier mit Sicherheit, und das katapultiert sie mitten hinein in die Grasswurzelbewegung all jener Bands, die zurück auf Los gehen wollen, deren Helden nicht der postmodernen MTV-Gesellschaft entspringen, sondern im Zweifelsfalle, wie Johnny Cash, schon tot sind. Alle leben in Portland, Ohio, einer Stadt, die zwar als angesagt gilt, aber eine Szene kann die 24-Jährige nicht ausmachen: „Es ist wie eine Familie. Alle wollen ständig miteinander spielen und man hilft sich, Friends and Vans eben.“

Text: Christine Heise

Sallie Ford & The Sound Outside, Monarch, Fr 25.11., 21 Uhr, VVK: 12 Euro

Mehr über Cookies erfahren