Folk

Sam Beam & Jesca Hoop in der Passionskirche

Sam Beam von Iron & Wine und Jesca Hoop finden perfekt den gemeinsamen Ton

Foto: FKP Scorpio

Lange arbeiten sie noch nicht zusammen, „Love Letters for Fire“ ist das erste gemeinsame Album von Jesca Hoop und Sam Beam. Aber man muss sich nur das Stück „Midas Tongue“ herauspicken und hören, wie es mit ihnen funktioniert. Beschwörend erinnern sie an den Goldverwandler aus der griechischen Sage und seinen amourösen Zauber. Wenn dann noch das voll aus dem Gefühl kommende Schlagzeugspiel von Glenn Kotche hinzukommt (der sonst bei Wilco arbeitet), ist das Wunder nicht mehr zu leugnen. Beam und Hoop wissen ja, wie es geht. Er spielt seit dem Album „The Creek Drank the Cradle“ aus dem Jahr 2002 die Rolle der inspirierten Kraft in der Band Iron & Wine. Mittlerweile gewöhnt er sich auch an die Situation der Doppelspitze; schon der Vorgänger „Sing into my Mouth“ war ein Duo-Projekt mit dem ebenfalls in South Carolina geborenen Ben Bridwell von Band of Horses.
Jesca Hoop kommt aus Kalifornien, hat 2007 ihr Debüt „Kismet“ aufgenommen und von Natur aus ein breiteres Stil-Verständnis. Jedes Mal, wenn sie sich hinsetzt, wird sie wie wild von der Kraft der Musik beeindruckt, sagt sie. Die Zusammenarbeit mit Beam helfe ihr, sich zu beruhigen. Er lässt sich von ihr dagegen mitreißen. „Sie bringt eine Menge Energie und Herz zum Vorschein,
wo ich zu intellektuell werde“, lobt er die Erfahrung. Man kann es auch mit dem Eingangsstück auf dem Album sagen: „Welcome to Feeling“.

Passionskirche Marheinekeplatz 1, Kreuzberg, Mi 7.9., 20 Uhr, VVK: 28 € zzgl. Gebühr

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