Konzerte & Party

Detroit Social Club im Magnet

Detroit Social Club

Sie kommen nicht aus Detroit und hören sich auch nicht so an, obwohl Sänger David Burn schwört, dass ihm die Musik von MC 5, The Stooges und der Motown-Sound gut gefallen. Detroit Social Club kommen aus Newcastle und betonen ihre britische Herkunft mit jedem Akkord. Beim Song „Nor­thern Man“ läuft im Kopf des Hörers ein Video ab, in dem Richard Ashcroft über den Bürgersteig stolziert. Auch das Streicher­arrangement sagt: The Verve! „Existence“, das erste Album von Detroit Social Club, ist eine Jukebox, die alle großen Momente des Britpops der letzten zwanzig Jahre Revue passieren lässt. Clubtaugliche Rhythmen erinnern an Kasabian oder die Happy Mondays. Burns Reibeisenstimme hat einiges mit der von Kelly Jones von den Stereophonics gemein. Hinweise auf Naturerscheinungen und das Universum in den Texten gab es auch schon bei Kula Shaker. Und Oasis? Der Detroit Social Club darf sich rühmen, im letzten Jahr Vorgruppe bei einem der letzten gemeinsamen Konzerte gewesen zu sein. Fragt sich bloß, was das gerade jetzt soll. Mit dem ohnehin ewig hinausgezögerten Ende von Oasis ist die letzte Magie des Genres Britpop verflogen, es gehört der Vergangenheit an. Für ein Revival ist es noch zu früh. Trotzdem wollen Detroit Social Club bereit sein, wenn es wieder losgeht und stellen sich schon mal an.

Text: Thomas Weiland

Detroit Social Club, Magnet Club, Sa 14.8., 23 Uhr, VVK: 7,80 Euro

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