Konzerte & Party

The Secret Sisters im Postbahnhof

The Secret Sisters

Das Singen haben sie in der Kirche gelernt. Vom Blatt, ohne Begleitung. Heute stehen Soulsearcher wie Elvis Costello, Jack White und T-Bone Burnett bei ihnen an, um sie produzieren zu dürfen und auf die Bühne zu bitten. Laura und Lydia Rogers sind richtige Darlings. Bodenständige, wertorientierte junge Frauen aus Alabama. Sie lieben ihre Familie, Home-made-Hamburger und den alten Bluegrass von Bill Monroe. Von einer Karriere als Sängerinnen haben sie nie geträumt: Laura, die ältere, hatte bereits ihren Weg zur Businessfrau eingeschlagen, Lydia studierte Grafikdesign. „Wir gingen eigentlich davon aus, eine Undergroundband zu bleiben. Nun sind wir überrascht, wie stark die Menschen auf diese nostalgische Musik reagieren.“
Ihr betörender Harmoniegesang wirkt wie von Sirenen aus einer anderen Welt. Die naheliegenden Vergleiche mit den Everly Brothers und den Andrew Sisters schmeicheln ihnen. Und wenn sie mit ihren Vorkriegs-Kleidern und den sorgfältigen Haarrollen auf der Bühne stehen, wird es still im Saal. Noch. Denn seit sie mit Jack White für eine Single im Studio waren, träumen sie von ihren alten Rock’n’Roll-Wurzeln und wollen sich wieder die Füße schmutzig machen dürfen. Die Leute sollen nicht immer nur an Country denken, wenn sie den Namen The Secret Sisters hören. Doch noch ist es gerade ihr umwerfender Retrocharme, den es zu entdecken gilt.

Text: Christine Heise

Bellowhead + Secret Sisters, Postbahnhof, Mo 6.2., 20 Uhr, VVK: 27 Euro

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