Konzerte & Party

Sйrgio Mendes im Skulpturengarten Neue Nationalgalerie

Sergio Mendes

Der 1964 aus Rio de Janeiro nach Los Angeles ausgewanderte Pianist und Arrangeur, dem die Pop-Welt verdankt, dass Lieder von Jorge Ben („Mas Que Nada“), Edu Lobo („Adeus“) und Marcos Valle („Summer Samba“) international bekannt wurden, bekam 2006 – pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft – selbst mal Schützenhilfe. So unterstützte ihn auf dem Comeback-Album „Timeless“ eine ganze Riege gegenwärtiger R&B- und HipHop-Prominenz, darunter Eryka Baduh und die Black Eyed Peas. Letztere standen dem Wahl-Kalifornier bei einigen Shows zur Seite. Mittlerweile vertraut der 70-Jährige aber wieder mehr auf sein weibliches Vokaltrio, das in bewährter „Brasil 66“-Manier das brasilianische Songbook rauf- und runterträllert. Damit war er in den letzten Jahren auf allen europäischen Festivals ein gern gesehener Gast, und auch diesen Sommer wird Mendes’ Name über Zugkraft verfügen. Die ursprüngliche Schönheit von Antonio Carlos Jobims „Aguas De Março“ oder Joгo Donatos „E Menina“ findet man heute aber eher auf Konzerten von Paula Morelenbaum oder Cйline Rudolph. Mendes war da immer mehr fürs Mondäne. In seinen Arrangements überlebt, wie es die „SZ“ mal formulierte, „der Jetset-Optimismus der frühen 1960iger Jahre“.

Text: Markus von Schwerin

Sйrgio Mendes, Skulpturengarten Neue Nationalgalerie, Di 26.7., 20 Uhr, VVK: 50 Euro (inkl. Gebühren)

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