Konzerte & Party

Silly: Mont Klamott (1983)

Werner Karmas virtuos abgezirkelter Text zielt direkt ins Mark, dorthin, wo es wehtut. „Mont Klamott“ pulsiert klaustrophobisch, scharfe Gitarren fräsen Narben in die Seelen. Und Tamara Danz klagende Wutstimme geht wie ein Naturereignis über dem Trümmerberg nieder, der „grünen Beule“, wo das „Stadtgedärm“ unter der Schuld seiner Väter stöhnt. So etwas hat man bis dahin auf offiziell veröffentlichten DDR-Platten nicht gehört. Und nachher sehr selten.
Beste Zeile: „Lass sie ruhn, die Väter dieser Stadt, die sind so tot seit Deutschlands Himmelfahrt … die Mütter dieser Stadt hab’n den Berg zusamm’gekarrt.“

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