Konzerte & Party

Skrillex in der Columbiahalle

Skrillex

Ein Skrillex-Track geht in etwa so: Er beginnt zunächst friedlich, zum Beispiel mit Auto-Tune-Säuseln. Da denkt man noch, es sei etwas zum Mitsingen. Aber dann kommt der Break und ein Dubstep-Massaker beginnt, das sich anhört, als verausgabe sich jemand an der Playstation. Mit solch spektakulären Wechseln lässt der 24-Jährige aus Los Angeles selbst gestandene Mischpult-­Hooligans wie die Chemical ­Brothers oder Justice alt aussehen. Hilfreich dabei ist, dass Skrillex, der eigentlich Sonny Moore heißt, nicht die für einen elektronischen Produzenten typische Sozialisation hinter sich hat. Früher war er mal ein Emo-Kid in der Rockband From First To Last. Dieser Vergangenheit will er jetzt immer noch nicht komplett abschwören. Gerade erst hat er den Neumetallern Korn bei der Runderneuerung ihres Sounds auf dem Album „The Path of ­Totality“ geholfen. So etwas ist nach Meinung vieler Dubstep-Fans ein Affront. Mäkler aus England sehen in ihm den Zerstörer ihrer Musik. Diese Kritik kann Skrillex locker auf die leichte Schulter nehmen, weil sich die Musikwelt längst für ihn entschieden hat ­(derzeit 65 ?Mio. Klicks auf Youtube für „Scary Monsters and Nice ­Sprites“).

Text: Thomas Weiland

Skrillex, Columbiahalle, Fr 24.2., 20 Uhr, VVK: 26 Ђ

Mehr über Cookies erfahren