Konzerte & Party

Sky Larkin spielen morgen abend im Magnet

Sky LarkinZuletzt wurde um Bands aus der englischen Grafschaft York­shire ja einiger Wirbel veranstaltet. Realistisch betrachtet, haben die Arctic Monkeys das Zeug zum Dauerbrenner, der Rest aber wirkt im Vergleich dazu doch arg sekundär. Die Ausnahme heißt Sky Larkin. Das Trio aus Leeds kann mehr mit amerikanischen Bands wie Queens Of The Stone Age oder Sleater-Kinney anfangen und ist im melodischen Noise-Rock zu Hause. Dass die Stimme von Front­frau und Songschreiberin Katie Harkin schwer an Björk erin­nert, macht die Sache zusätzlich interessant.
Der Plattenfirma ist die Vorliebe der Band nicht entgangen, sie spendierte Sky Larkin Aufnahmesessions mit John Goodmanson (Death Cab For Cutie u.a.) in Seatt­le. Dort konnten sich die drei Newcomer ganz ungestört von Einflüssen aus der Heimat lösen. „In England gibt es zurzeit wieder eine echte Raufboldkultur im Rock“, beschwert sich Harkin. „Es gibt Typen, die den Macho herauskehren und Musik für betrunkene Schläger machen. Wir wollen nicht wie die Fratellis oder Pigeon Detectives sein, grenzen uns lieber ab und suchen woanders nach Inspiration.“
Man sollte sich auf ein geistreiches Hörerlebnis einstellen. Harkin hat Kunstgeschichte studiert und sich als Fan von Land-Art-Künstler Robert Smithson geoutet. Ihr Debütalbum hat die Band nach der letzten Befestigung benannt, mit der die Fertigstellung der transkontinentalen Eisenbahn in den USA im 19. Jahrhundert besie­gelt wurde („The Golden Spike“). Harkin dazu: „Musik kann Welten verbinden, so wie diese Bahn. Das ist doch eine schöne Analogie, oder?“

Text: Thomas Weiland

Sky Larkin + Johnny Foreigner, Magnet, Di 3.3., 20 Uhr, VVK: 10 Euro.

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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