Konzerte & Party

Smoke Fairies im Roten Salon

Smoke Fairies

Die urbane Hektik Londons oder die ländliche Ruhe von Sussex, schüchterne Zurückgezogenheit oder selbstbewusste Professionalität, altes britisches Liedgut oder vom sumpfigen New-Orleans-Sound durchwirkte Bluesnebel? Zwischen diesen Gegensätzen pendelten in den vergangenen zwei Jahren die beiden Gitarre spielenden Sängerinnen Jessica Davies und
Katharine Blamire.
Im Leben, in ihrer Musik und auch bei der Frage nach der Zukunft der Smoke Fairies, ihrer Band, die sie 2007 nach dem Schulabschluss und längeren Reisen in die USA und Kanada gründeten. Dass sie es einmal weit bringen könnten mit ihrem betörenden, elfenhaften Gesang und den verwunschenen Melodien, jener psychedelischen Folkästhetik, die den Vergleich mit stilbildenden Folkrockgruppen wie Fairport Convention und Pentangle nicht scheuen muss, war abzusehen. Schon vor der ersten Single tourten sie im Vorprogramm von Bryan Ferry. Jack White nahm sie für sein Label Third Man Records unter Vertrag, und als im Herbst 2010 das Debütalbum „Through Low Light and Trees“ erschien, jubelte die Kritik. Beim ersten Berliner Konzert im Magnet schauten zwar vorwiegend ergraute Herren den beiden jungen Frauen beim scheuen Musizieren zu. Doch zwei Jahre sind im Musikbusiness eine lange Zeit. Festivals, Tourneen und Gastauftritte gaben Kraft. Davies und Blamire zogen nach London, für die Aufnahmen zum neuen Album „Blood Speaks“ holten sie ihre Liveband ins Studio, dem feenhaften Klang verliehen sie so mehr Intensität und Struktur.

Text: Jacek Slaski

Smoke Fairies, Roter Salon, Do 7.6., 21 Uhr, VVK: 16 Euro

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