Festival

„Sonifikationen“ in der Villa Elisabeth

Klingende Datenströme: Vier Tage lang macht „Sonifikationen“ Hirnströme und andere Daten für das menschliche Ohr hörbar – und eröffnet so neue Erfahrungswelten

Architektur sei gefrorene Musik, hat Arthur Schopenhauer im frühen 19. Jahrhundert gesagt. Wie kantige Formen wohl in aufgetautem Zustand klingen, mag die sich aufdrängende Frage gelautet haben. Heute hat man Verfahren zur Verklanglichung von so ziemlich allem entwickelt, auch von Daten, die im Gegensatz zu Gebäuden physikalisch nicht greifbar sind, aber dennoch eine Menge Platz einnehmen, ob physisch in Gestalt von Servern oder in körperlosen Datenwolken.
Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre werden Daten akustisch abgebildet. Bezeichnet wird das als Sonifikation. Für den Hörer soll durch die physische Erfahrung von Daten ein neuer Wirklichkeitsbezug entstehen. Mittlerweile können auch DNA und Hirnströme zum Klingen gebracht werden (Foto), danke, liebe Wissenschaft. Wie das gelingt – und vor allem wie sich das anhört, wird beim viertägigen Festival „Sonifikationen – klingende Datenströme“ mit Konzerten, Klanginstallationen und Performances erfahrbar werden.

Villa Elisabeth Invalidenstr. 4a, Mitte, Do 26.– So 29.10., Eröffnung: Do 18 Uhr, Fr–So 14 –18 Uhr, Ticket: 12, erm. 10 €

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