Konzerte & Party

Sophie Hunger im Astra

Sophie HungerDas Folkrevival ist immer noch in aller Munde; Bands aus London und Brooklyn mit Ukulele und Kontrabass, Gesänge, die auch ohne elektrische Verstärkung verstanden werden. Sophie Hunger passt gut zu dieser neuen Lust am Zeitlosen. Doch auf welche Tradition kann sie als Schweizerin — als Spross einer Diplomatenfamilie und zudem ständig am Umziehen — zurückgreifen? „Bitte sing’ mir ein Volkslied“, singt Hunger flehend im Titelstück ihres neuen Albums1983“. „Ich war oft im Iran“, erzählt sie, „weil mein Vater dort gelebt hat. Wenn sich dort Leute treffen, fängt man an zu singen. Volkslieder. In der Schweiz gibt es das nicht mehr seit dem Krieg. Also habe ich überlegt, was es sonst noch gibt, worauf sich alle einigen können. Mir ist nichts eingefallen außer Geld“, sagt die 27-Jährige.
Nachdenklichkeit, teils Furor, zieht sich nun als Grundton durch die mehrsprachigen Songs, die die gebürtige Bernerin und ihre hellhörige Stammband in spannende elektro-akustische Arrangements hüllen. Ihr ist dabei nicht so wichtig, dass man alle Texte versteht — „es geht eher um die Musikalität und die Kraft der Sprache.“ Gute Voraussetzungen eigentlich für ein echtes Volkslied.

 

Text: Ulrike Rechel

Foto: art10

tip- Bewertung: Empfehlenswert

 

Sophie Hunger Astra, Do 27.5., ?21 Uhr, VVK: 19 Ђ?,

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