Konzerte & Party

The Soundtrack Of Our Lives im Festsaal Kreuzberg

The Soundtrack Of Our Lives

Es gibt kaum Rockbands in Schweden, die eine ähnlich solide Bandgeschichte vorweisen können wie The Soundtrack Of Our Lives. Seit 15 Jahren spielt die Truppe um den Rauhals und exzessiven Bartträger Ebbot Lundberg weitgehend unverändert zusammen. Gegründet hatte sich das Sextett damals als eine Art Querschnitt aus Göteborgs hoffnungsvollsten Talenten, darunter die Postpunks von Union Carbide Productions, und gleich mit dem Albumdebüt „Welcome To The Infant Freebase“ gelang den  Retro-Rockern ein unübersehbares Ausrufezeichen. Live gilt die Gruppe, in deren harmoniesattem Klangbild Referenzen an Love, The Who oder Pink Floyd anklingen, längst als Selbstläufer. Selbst das Vertragsende beim Majorlabel und die Rückkehr ins Indie-Metier steckten die Schweden ohne erkennbare Erschütterung weg. Wenn es überhaupt einen dunklen Flecken in der Bandvita gibt, dann hört es auf den Namen „Origins Volume 2“. Seit Jahren kündigen Lundberg und Co das Sequel ihrer Erfolgsscheibe von 2004 an; doch die Veröffentlichung zerschlägt sich ein ums andere Mal. Zuletzt verschoben die Schweden das Album, das die psychedelisch-skurrile Seite der ursprünglichen Sessions widerspiegeln soll, im Jahr 2009 und legten stattdessen die 24-Song-Wuchtbrumme „Communion“ vor: ein grandioses Konzeptwerk, das jedem Abschnitt innerhalb des 24-Stunden-Bogens einen Song mit entsprechend variiertem Temperament zuordnete, von tatenkräftig bis entspannt-benebelt. Derweil wächst die Legende um „Origins Volume 2“  weiter.

Text: Ulrike Rechel

The Soundtrack Of Our Lives, Festsaal Kreuzberg, Di 19.4., 21 Uhr, VVK: 21,35 Euro

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