Konzerte & Party

Stars im Postbahnhof

Stars

Mit gefühlsmäßigem Auf und Ab kennen sich Stars aus: Während der Aufnahmen zu „The Five Ghosts“, dem fünften Longplayer, verstarb der Vater von Sängerin Amy Millans Duettpartner Torquil Campbell. Etwa zur gleichen Zeit bekam er selbst Nachwuchs. Bald darauf entschloss sich die Band aus Montreal zudem, das Schicksal mit dem eigenen Label Soft Revolution selbst in die Hand zu nehmen. Die privaten Umstände und der Wechsel ins Lager der Eigenunternehmer sind nicht ohne Folgen geblieben. Nachdem sich Stars zwischendurch, auf dem Album „Set Yourself On Fire“, ganz schön aufgeplustert hatten, machen sie jetzt wieder einen bodenständigen Eindruck. Stars waren ja immer deshalb sympathisch, weil sie sensibler und ungekünstelter als die meisten anderen Bands musizierten, die der Kanada-Hype der letzten zehn Jahre hervorgebracht hat. Sie sind von elektronischer Musik und britischem Indie-Pop beeinflusst, besonders von The Smiths, New Order, The Lightning Seeds oder Saint Etienne. Mit diesen Einflüssen gehen sie auffällig liebevoll um. Und obwohl alle durch die Bank reifer geworden sind und den Umgang mit dem Teufel namens Veränderung lernen mussten, hat sich diese Band doch ihre jugendlich-verträumte Art bewahrt.

Text: Thomas Weiland

Stars, Postbahnhof, Sa 11.9., 20 Uhr, VVK: 18 Euro

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