Konzerte & Party

Stiftung für Loveparade-Opfer

Dr. MotteAuch mehr als 100 Tage nach dem Drama auf der diesjährigen Loveparade in Duisburg warten viele Hinterbliebene und Opfer noch immer auf Hilfe oder Entschädigung der Verantwortlichen. Dies mag zwar daran liegen, dass die Frage der Verantwortung für die Tragödie noch immer nicht geklärt ist, doch scheinen sich die beteiligten Personen und Institutionen auch nicht wirklich um eine schnelle Klärung zu bemühen.
Deshalb hat Rechtsanwalt Adam Krawczyk die Hilfe nun selbst in die Hand genommen und eine Stiftung für die Opfer der Loveparade gegründet. Der Rechtsanwalt, der durch die Massenpanik in Duisburg seinen Freund und Kanzleipartner verloren hat, teilte mit: „Viele leere Versprechungen, vertröstende Standardschreiben und schamlose Hinhaltetaktik haben offensichtlich Methode.“
Zusammen mit Loveparade-Gründer Dr. Motte (Foto) bittet Kraqczyk um finanzielle Unterstützung für die Stiftung. Das Geld soll den Opfern und Hinterbliebenen langfristig und unbürokratisch helfen. Eine eingerichtete Webseite soll zum Anlaufpunkt für Betroffene werden.
Bei einer Massenpanik auf der diesjährigen Loveparade waren im Juli 2010 in Duisburg 21 Menschen zu Tode gekommen. Über 500 Leute wurden zum Teil schwer verletzt. Die Zahl der durch die Ereignisse psychisch geschädigten Loveparade-Besucher wird von Experten auf mindestens 10.000 geschätzt.

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