Konzerte & Party

„Still Flyin“ aus San Francisco im Glashaus

Still FlyinZahlenmäßig nimmt die Band, die der Mann aus Athens, Georgia,  nach seinem Umzug an die Westküste vor fünf Jahren grün­dete, eher sogar Ka­pel­len­cha­rakter an. Unter 15 Mitgliedern tut er es selten. Und musikalisch sind Still Flyin’ geradezu darauf versessen, ein Überraschungsei nach dem nächsten ins Publikum kullern zu lassen, dem dann eine rockende Straßenparade entsteigt. Aber solcherart zu feiern geht ja nicht nur an der ame­ri­ka­nischen Westküste, dachte sich Björn Döring, der Popdeurope-Macher, und holt Still Flyin’ ins Glashaus der Arena. Die Band ist ein einziger großer Musik­fleisch­wolf. Mit wilder Energie wird alles durchgedreht: Schubidu- und Gospelchöre, Reggae-Grooves und Blasblech, harte Gitarrenriffs und fein gesponnene Meldodiebögen, Afropop und gebrochene Beats oder plätschernde Surfmusik und aufdringliches Strandbar-Gedudel. Also eigentlich alles, was in den Werkzeugkoffer der Rockmusik passt. Heraus kommt äußerst trei­bende, schräge, aber sehr lässige Tanzmusik. Sean Rawls’ ausgelassener Klangkosmos ist ideal zur Beschallung einer lauen Sommernacht – und für den permanenten Ber­liner Partyhunger.

Text: Franz X.A. Zipperer

Still Flyin’ + Marquis De Coconut, Glashaus/Arena, Mi 15.7., 21 Uhr, VVK: ab 13,80 Euro

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