Konzerte & Party

Subway To Sally im Huxleys

Sie hören es nicht gerne, aber die sieben Potsdamer von Subway To Sally sind die unangefochtenen Stars der Mittelalter-Metal-Szene. Auch wenn der Hype um die Band vor und nach dem Bundesvision Songcontest, als kurzzeitig die ganze Fernsehnation Subway To Sally kannte, sich mittlerweile gelegt hat, wächst die Anhängerschar dennoch beständig.
„Es sind viele jüngere Gesichter dazugekommen“, sagt Simon, einer der Gitarristen, „wir stellen eindeutig eine Verjüngung des Publikums fest.“ Und auch der Charts- und Mainstream-Erfolg dürfte mit dem neuen Album weiter ausgebaut werden, hat die Band mit ihrer Singleauskopplung „Besser, du rennst“ einen für ihre Verhältnisse fast schon poppig zu nennenden Song am Start. Geplant sei das nicht gewesen, so Simon, das habe sich einfach so ergeben. Der Song geht sofort ins Ohr, allerdings treten die traditionellen Instrumente, wie auf dem gesamten neuen Album immer weiter in den Hintergrund. Die sechs Herren und ihre Geigerin setzen also ihren zuvor eingeschlagenen Weg konsequent fort und konzentrieren sich auf ihrem neuen Album verstärkt auf Rockelemente. Der Chartserfolg wird ihnen Recht geben. Und mit „Angelus“ und „Krähenkönig“ halten sie auch ihre Mittelalterfans bei Laune. Die April-Tour sollten weder Jeans- noch Bärenfellträger, weder Uraltfans noch Neuzugänge verpassen, eine ausgeklügelte Bühnenshow mit einigen Überraschungen ist geplant und Subway To Sally werden im Laufe ihres Auftrittes sowohl Songs vom neuen Werk als auch Klassiker spielen. „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“- Gesänge werden wie gewohnt durch den Konzertsaal schallen, ob die Band mit ihrem neuen Songmaterial ins „Kreuzfeuer“ gerät, wird sich zeigen. Nach der Tour und einigen Festivalauftritten wird es erst einmal eine kreative Pause geben, die von den Medien kolportierten Trennungsgerüchte sind Schall und Rauch.

Text: Karin Hoog

Subway To Sally, Huxley’s Neue Welt, Di 28.04., 20 Uhr

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