Konzerte & Party

Talib Kweli im Postbahnhof

TalibKweli2003 wusste jeder, wie außergewöhnlich er ist. Auch Jay-Z. „If skills sold, truth be told, I’d probably be, lyrically, Talib Kweli“, sprach er auf seinem „Black Album“. Man mag von Jigga halten, was man will, aber da hatte er wirklich wahre Worte gesprochen. In Sachen Reimfluss und textlichem Ausdrucksvermögen können im HipHop nur ganz wenige mit Talib Kweli mithalten. Es ist einfach eine Freude, diesem Mann dabei zuzuhören, wie er sich eloquent über Funk-, Soul-, Jazz- oder Rock-Beats bewegt. Verehrt wird der New Yorker bereits seit 14 Jahren.

Am Anfang war er zusammen mit Mos Def und DJ Hi-Tek ein Teil des Trios Black Star, danach nahm er mit Hi-Tek das für die Gangster-Ära angenehm zurückhaltende Meisterwerk „Reflection Eternal“ auf. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Kweli zu einem Superstar des Rap werden würde. So richtig ist aus dem großen Durchbruch dann aber doch nie etwas geworden. In der Welt der Major-Labels fühlte sich Kweli nie wohl, er schwächelte hier und da. Aber das ist vorbei. Auf dem jüngsten Album „Gutter Rainbows“, das auf seinem eigenen Label Blacksmith Music erschienen ist, hört man Kweli in Hochform. „Hey, I know I hurt son, but you against me a 50 calibre versus squirt gun, you ain’t got a verse better than my worst one“, prahlt er in einem Track namens „Palookas“, was übersetzt Trampel bedeutet. Es ist die witzigste Kampfansage im HipHop seit Ewigkeiten.       

Text: Thomas Weiland

Talib Kweli
Postbahnhof,
So 4.3., 21 Uhr, VVK: 25 Euro

Mehr über Cookies erfahren