Konzerte & Party

Tame Impala

Tame Impala

Der Gesang erinnert an John Lennon, die Harmonien an die Mamas & The Papas, das Schlagzeug an Cream und die gelegentlichen Adrenalinschübe an Blue Cheer. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Hier sind Leute am Werk, die alles Erdenkliche auf einmal verarbeiten wollen. Es führt aber nicht zu Chaos, weil immer wieder eine freundliche Melodie auftaucht, mit der es sich besser leben lässt. Tame Impala sind nur auf der Bühne eine Band. Im Studio ist Sänger Kevin Parker der unumschränkte Alleinherrscher. Alles auf dem Albumdebüt „Inner­speaker“ hat er geschrieben, aufgenommen und produziert. Nicht ohne Stolz nennt er einen Song „Solitude Is Bliss“. Zum Abmischen ist Parker dann aber doch mal in die USA zu David Fridmann geflogen, der schon mit den Flaming Lips, mit Mercury Rev und zuletzt mit MGMT zu tun hatte. Ob Parker mit Tame Impala in die Fußstapfen des Duos treten kann, bleibt abzuwarten. Für den großen Erfolg scheint der Einsiedler dann doch ein wenig zu wunderlich.

Text: Thomas Weiland

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