Loop-Soul

Tanga Elektra im Monarch

Tanzend aufs Effektpedal: Tanga Elektra spielen Black Music mit Geige und Street Credibility

Tanga Elektra
Tanga Elektra

Die Straßen Berlins können ein hartes Pflaster sein, auch für Musiker: Die Konkurrenz ist groß, das Wetter oft ungemütlich. Wer jedoch Charisma, Talent, einen langen Atem und ein positiv gestimmtes Gemüt mitbringt, macht bisweilen gar Karriere. Alice Phoebe Lou ist so ein inzwischen prominentes Beispiel; die Ohrbooten sind ein anderes. Wie letztere scharten einst auch David und Elias Engler aus Mecklenburg-Vorpommern, die seit 2009 unter dem Namen Tanga Elektra musizieren, auf dem Boxhagener Platz gebannte Zuhörerschaften um sich. Während Elias auf Snare-Drum, Bongos und Gitarrenkoffer trommelte, sang der zehn Jahre ältere Bruder David und jagte seine gezupfte Violine durch eine Loopstation und verschiedene Effektpedale. Der Vibe war dem der Ohrbooten nicht unähnlich: chillig, groovig, auf entspannte Weise tanzbar, mit Einflüssen aus Reggae und Hip-Hop – und David als glaubwürdigem Soul- und R’n’B-Brother am Mikro. Der eingesetzte Viersaiter sorgte derweil für die individuelle Note. Zugegeben: Stars sind Tanga Elektra bis heute nicht, doch hat das Geschwister-Duo eine EP und ein paar Singles veröffentlicht, ist bis nach Brasilien gereist, bespielt nicht mehr ganz so kleine Clubbühnen und sogar ziemlich große Festivals. Und Kollegen wie erwähnte Ohrbooten nahmen sie schon mit auf Tour. Die Straße verbindet. Und Tanga Elektra sind auf einem guten Weg.

Monarch Skalitzer Str. 134, Kreuzberg, Mo 9.1., 21 Uhr, VVK 11,50 € zzgl. Gebühr

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