Konzertreihe

Technosphärenklänge im Haus der Kulturen der Welt

Im Anthropozän: Wenn Apparate musizieren, dann ist wieder Technosphärenklänge

Foto: Dmitry Gelfand

Die Technosphäre ist die Gesamtheit der vom Menschen hervorgebrachten technischen Arte­fakte, Ressourcen und letztlich auch des Abfalls. Das künstliche Gegenstück zur natürlichen Biosphäre. Der Begriff steht im engen Zusammenhang mit dem Anthropozän, jener irdischen Epoche, in der der Mensch den wichtigsten Umweltfaktor darstellt. Wie Kunst bzw. Musik auf diesen Zustand reagieren und ihn reflektieren können, untersucht bereits zum dritten Mal die Konzertreihe Technosphärenklänge. Es geht um die Erfahrung „einer neuen Materialität“ und das Verhältnis von Natur, Technik und menschlichem Bewusstsein. Das vom CTM-Festival und dem Haus der Kulturen der Welt konzipierte Programm präsentiert vor diesem Hintergrund mehrere intermediale Soundprojekte. „cellF“ ist ein von menschlichen Neuronen gesteuerter Synthesizer, der im Zusammenspiel mit Stine Janvin Motland und Schneider TM ein post-humanes Musikstück improvisieren wird. Evelina Domnitch und Dmitry Gelfand lassen in „Force Field“ Wassertropfen von Schallwellen levitieren und visualisieren damit ein dreidimensionales Klangbild. Und Robert Henke kombiniert für „Lumière III“ Sound und hochenergetische Laserprojektionen. Neben den Präsentationen ermöglichen Künstlergespräche eine weitere Vertiefung in den Diskurs. Im Mittelpunkt der Dialoge stehen die Verflechtungen von künstlerischer Produktion, Technologie und wissenschaftlicher Forschung.

Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, Fr 12.5., 19 Uhr, VVK: 22/18 €, Sa 13.5., 15 Uhr (artist talks), Eintritt frei

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