Konzerte & Party

„Tennis“ im Comet Club

Tennis

Bloß nicht wie Künstler dastehen, die am Hungertuch nagen! Das wollen Alaina Moore und Patrick Riley nun gar nicht. Darum haben sie ihre Band nach einer Sportart benannt, die eher von Betuchten bevorzugt wird. Auch sonst entspricht ihre Freizeitgestaltung nicht dem üblichen Muster. Moore und Riley haben so lange gespart, bis sie sich eine kleine Jacht leisten konnten, mit der sie dann acht Monate lang die amerikanische Ostküste entlanggesegelt sind. Von diesem ausgiebigen Törn erzählen sie auf „Cape Dory“, ihrem ersten Album. Das wiederum hört sich gar nicht so an, als sei es von Leuten gemacht worden, die viel Geld in ihre Musik stecken. Tennis ist eine Indie-Band, wie sie im Buche steht. Eine Band, der es um den dieser Tage wieder gerne zitierten Mädchenpop der frühen Sechziger geht. Moore erzählt von der Zeit der ersten großen Liebe und der ersten großen Enttäuschung, Riley erfindet dazu die passenden Gitarrenakkorde.
Ähnlich den Vivian Girls oder Dum Dum Girls, nur mit dem Unterschied, dass Tennis nicht so aufdrehen. Die beiden Musiker sind nämlich verheiratet und in jeder Hinsicht auf Harmonie bedacht.

Text: Thomas Weiland

Tennis, Comet Club, Di 12.7., 21 Uhr, VVK: 11 Euro

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