Indie-Rock

The Rifles

The Rifles ändern ihre Blaupause und kehren zu alter Form zurück

In den Nullerjahren stürzten sich The Rifles mit Begeisterung auf das Werk der Helden der britischen Vergangenheit. Auf ihrem ersten Album „No Love Lost“ spielten sie auf die Musik von The Clash und The Jam an und wurden dafür zu Recht bejubelt. Im weiteren Verlauf ihrer Karriere fehlte der Band aus Chingford im Norden Londons dann zeitweilig das gewisse Etwas. Besonders spürte man das auf dem dritten Album „Freedom Run“, das ohne die ausgestiegenen Gründungsmitglieder Rob Pyne am Bass und Grant Marsh an den Drums eingespielt wurde.
Zum Glück kehrten sie für das Folgewerk „None The Wiser“ wieder zurück, und schon lief es besser. Nicht nur in den britischen Charts (Platz 21, immerhin), sondern auch in musikalischer Hinsicht. Der Song „You Win Some“ beispielsweise baut sich langsam auf, ändert ständig seine Struktur und hat eine Hookline, bei der selbst erfolgreichere Kollegen schnell neidisch werden.
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Auf dem gerade erschienenen Nachfolger „Big Life“ macht die Band damit entschlossen weiter. Sie setzt Kammermusik-Streicher ein, nutzt Klingelgitarren wie einst die Wild Swans und erlaubt sich den Luxus von Ska-Hilfsmitteln. Und die Melodien? Sitzen an der richtigen Stelle – wie es bei Musikern üblich ist, die sich festgebissen haben und großartig zu unterhalten wissen.

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