Musik

Paul Weller

Album

Nahezu jedes seiner jüngsten Alben enthält Ansätze von Experimentierfreude, aber so richtig traute sich Weller nicht, sie voll auszureizen. Nun brechen plötzlich alle Dämme. „22 Dreams“ fängt zwar mit für ihn typischen Rhythm-&-Blues-Rockern alter Schule an, aber wenig später läutet er das Kontrastprogramm mit Pianoballaden und streicherverzierten Instrumentals ein. Richtig abenteuerlich wird es gegen Ende, wenn der Meister in Gedanken Tango tanzt, vom Mellotron Gebrauch macht und die Tabla ertönen lässt. Es könnte der Startschuss für eine neue, spannende Epoche im Schaffen des nimmermüden Briten sein.

(Yep Roc/Universal)
Text: Thomas Weiland

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