Konzerte & Party

Trey Songz im Huxleys

Trey Songz

Sucht man nach der Definition einer Bilderbuchkarriere, sollte man sich unbedingt den Werdegang des 28-jährigen Trey Songz ansehen. Durch den Einfluss seiner Mutter kommt er als 14-Jähriger zur Musik, nimmt an unzähligen Talentshows teil, die er stets gewinnt und wird so schließlich zur großen Major Label-Hoffnung, die Vergleiche mit R’nB-Schmusebarde R. Kelly nicht scheuen muss. Dazu die typischen Zutaten wie Cover mit freiem, muskolösem Oberkörper, eine gesäuselte Falsettstimme und die ein oder andere Bettgeschichte – fertig ist die rosige Zukunft. Wenn dann noch Ahmet Ertegun, Gründer von Atlentic-Records, kurz vor seinem Tod um die Ecke kommt und den 1984 in Petersburg, Virginia, geborenen Musiker als „vielversprechendsten R’n’B-Künstler in der 60-jährigen Geschichte des Labels“ bezeichnet, stehen im Musik-Business plötzlich alle Türen offen.
Kein Wunder also, dass Tremaine Aldon Neverson, wie Songz mit bürgerlichem Namen heißt, seinen Kuschel-Rap auch mit nicht einmal 30 Lenzen auf dem Buckel, bereits auf fünf Alben verteilt hat. Unter den Fittichen von Star-Produzent Troy Taylor ist Songz schnell zum ausgebildeten Songwriter und gut geschultem Sänger geworden und durfte sich mittlerweile auch schon über diverse Grammy-Nominierungen freuen.
In Berlin stellt der Mann, der inzwischen in New York lebt, sein aktuelles Album mit dem schlichten Titel „Chapter V“ vor. Ob auch die Songs auf der CD ähnlich simpel sind wie der Titel des Longplayers, darüber mag man streiten. Unbestritten ist jedoch, dass es für Trey Songz auf der Karriereleiter stets nach oben ging. Die nächste Sprosse ist bereits anvisiert, wird der junge Mann doch demnächst auch im Kino auf der großen Leinwand zu sehen sein. Und spricht heute eigentlich noch irgendjemand über R. Kelly?

Text: Martin Zeising

Trey Songz, Huxleys Neue Welt, Mi 9.1., 20 Uhr,VVK 43 Euro zzgl. Gebühr

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