Konzerte & Party

Trivium im Huxleys

Trivium

Das Trivium. Mittelalterliche Akademiker bezeichneten damit die drei grundlegenden Studienfächer Grammatik, Logik und Rhetorik. Jahrhunderte später erfuhr der Begriff eine leicht abgewandelte Renaissance: Metalcore, Melodic Death sowie Thrash Metal, das war die Dreifaltigkeit, die vier Jungspunden aus Orlando in Florida vorschwebte. Los ging es 2000 mit einem Cover von Metallicas „For Whom The Bells Toll“, und tatsächlich wurden Trivium später als Erben des Hochgeschwindigkeits-Radaus der Achtziger gehandelt. Sie hätten „den größten Thrash-Metal-Gebetsteppich der jüngeren Zeit“ geknüpft, urteilte etwa der „Metal Hammer“ über ihr drittes Album „The Crusade“ von 2006 – derart frappierend erinnerten die Gitarrenläufe und insbesondere der Gesang von Frontmann Matthew Heafy an James Hetfield. Einige witterten darin eine billige Anbiederung an die Urväter des Metal-Gigantismus. Aber statt sich mit derartigen Vorwürfen aufzuhalten, spielte der gerade mal der Pubertät entwachsene Heafy sogar mit Schwergewichten wie King Diamond, Michale Graves (Misfits) oder Dani Filth (Cradle Of Filth) – nicht als bloßer Handlanger, wohlgemerkt, sondern als verantwortlicher Songwriter. Seitdem hat sich der damals aufgewirbelte Staub weitgehend gelegt. Mit mehr als einer Million verkauften Platten gehören Trivium heute zu den dickeren Fischen im Heavy-Metal-Teich, und auch der eingangs angestrebte Dreiklang steht: Auf dem neuen Album „Vengeance Falls“ bilden pumpende Double-Bass-Drums und mächtige Rhythmusgitarren das grundsolide Fundament, auf dem sich flitzende Gitarrensoli und stadiontaugliche Alternative-Rock-Melodien austoben können.

Text: Roy Fabian

Foto: Travis Shinn/Roadrunner/Warner Music Group

Trivium + Miss May I + Battlecross, Huxleys, Fr 14.2., 19.30 Uhr, VVK: 26 Euro zzgl. Geb.

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