Konzerte & Party

Tu Fawning im HAU 2

Tu Fawning

Als Tu Fawning 2011 erstmals auftauchten, passten sie goldrichtig hinein in die verdunkelte Stimmung der Indie-Sphäre, die florierende Begeisterung fürs Mysteriöse, für Gothic- und dunkle Folk-Anklänge. Auf der Bühne aber zeigte sich das Quartett um Corrina Repp weniger düster, sondern als spielbegeisterte Einheit, die munter an ihren Folkrock-Instrumenten rotierte. „Die lange Zeit auf Tour hat uns eigentlich erst zur Band wachsen lassen“, resümiert die flachsblonde Sängerin nach dem erfolgreichen Einstand, „Also wollten wir unser zweites Album alle zusammen schreiben, als Band, in einem Raum.“ „A Monument“ heißt das zügig aufgenommene neue Werk, das einmal mehr stimmungsvoll verhangene Songdramen vereint, die von expressiven Rhythmen, skurrilen, teils um Samples gesponnenen Klängen und vielfältigem Gesang geprägt sind. Mithilfe eines Gesangscoachs lernte Corrina Repp, ihren Stimm­umfang besser auszuschöpfen. Was man etwa in dem sinistren „Build A Great Cliff“ gut hören kann: „Ich singe die tiefsten Stimmen im Chorus und die höchsten“, erzählt Repp, „besonders bei den tiefsten Tiefen musste ich manchmal lachen. Wie wir überhaupt unseren Spaß hatten bei dem Song, der ja äußerst episch daherkommt mit seinen Trompeten und Chören. Wir dachten oft, jetzt wird es zu krass! Aber dann sagten wir uns: ‚Fuck it, so wollen wir es haben!'“

Text: Ulrike Rechel

Foto: Alicia J. Rose

Tu Fawning bei „Apocalypse Now (And Then) – Das Ende der Welt in der Popkultur“, HAU 2, Sa 5.5., 22 Uhr, VVK: 20?Euro (Tageskarte Festival; erm. 15?Euro)

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