Konzerte & Party

Twin Shadow im Magnet

twin_shadowNew Yorks Nächte haben zahllose Romanseiten gefüllt, Schallplattenrillen und Filmspulen. Sie dürften George Lewis Jr. wie das Paradies vorgekommen sein, als er vor einigen Jahren von Florida nach Brooklyn umsiedelte. Statt sich aber kopfüber ins Getümmel zu stürzen, blieb der Songpoet mit dem federleichten, melancholischen Timbre auf Distanz. Die Nächte verbrachte der Mittzwanziger mit Wurzeln in der Dominikanischen Republik meist vor einer alten Schreibmaschine; Monate dauerte es, bis sich aus dem Blätterberg Songs geformt hatten und aus Lewis die One-Man-Band Twin Shadow.

„Forget“ heißt sein Debütalbum, auf dem zarte Sehnsucht nach Aufbruch lodert. Die Stimmung wirkt wie in flackerndes Schwarzlicht von 80er-Wave-Discos getaucht, nostalgische Keyboard-Klänge und schmale Beats prägen den Ton. Eine instrumentale Enthaltsamkeit, die den leichtgängigen Melodien Luft lässt, so dem groovebetonten „Yellow Balloon“ oder dem euphorischen „Slow“. Längst hat sich der Mann mit dem markanten Türklinkenschnäuzer und dem aufgetürmten Rock‘n‘Roll-Schopf damit zu New Yorks neuem Indie-Darling gemausert.     

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Fanveranstaltung

Twin Shadow, Magnet, Do 10.2. (ausverkauft)

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