Konzerte & Party

Überlebenskunst!

Kalypso Katz

Musik kann aufregen, irritieren oder durch die Nacht retten. Ob ein Song auch Ressourcen schonen kann, das wollte das Haus der Kulturen der Welt im Rahmen eines Kongresses wissen. „Überlebenskunst“ hieß der zweijährige Think Tank, bei dem die Sache unter kreativem Blickwinkel verhandelt wurde. Musikalische Beiträge stammten von Bands wie DM Bob & Speedy Jake, der Art-Punk-Truppe Animal Cops um den Moskauer Sergey Voronzov, von Elektronik-Songdichter Marco Brosolo, Lord Mouse & The Kalypso Katz (Foto), Neo-Rocka­billy Jimmy Trash und dem Avantgarde-Chor-Projekt September Collective. Alle sind mit je zwei Songs auf dem frisch gepressten „Überlebenskunst“-Vinyl versammelt, Untertitel: „Berlins internationale Musikszene vertont den Klimawandel“. Passend ironisch wird der ernste Diskurs oft verhandelt, so wie in DM Bobs lakonischen Abgesängen auf den Trucker-Song – ein Genre, das in einer Ära der Nachhaltigkeit kaum weiterexistieren dürfte, wie Kurator Detlef Diederichsen folgerichtig im Beitext anmerkt. Keiner der internationalen Musiker musste übrigens extra eingeflogen werden, da alle bereits in Berlin wohnen. In diesem Punkt stimmt die Nachhaltigkeitsbilanz.

Text: Ulrike Rechel

Überlebenskunst: Berlins internationale Musikszene vertont den Klimawandel
LP mit DM Bob, Jimmy Trash, Animal Cops u.a. (Überlebenskunst/HKW)

Überlebenskunst

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