Konzerte & Party

Ufomammut im Bi Nuu

Ufomammut

Ufmoammut sind ganz gewiss keine einfache Band. Mal eben CD reinschieben, laut aufdrehen und sich dann anderen Dingen widmen…? Ist nicht! Zu komplex sind die Klangsphären der Italiener, so dass man bei Unaufmerksamkeit stets Gefahr läuft, das ein oder andere – nicht unwichtige – Detail zu verpassen. Die sphärischen Gitarrenwände des Trios funktionieren am besten, wenn man sich der Musik voll und ganz hingibt, sich treiben lässt und der Welt da draußen für die Dauer des Werks einfach mal die Tür verschließt.
Dabei drehen die Italiener ihre Verstärker in der einen Sekunde bis zum Maximum auf, lassen dem Verzerrer Spielraum bis zum Anschlag, um dann im nächsten Moment die Bässe derart lässig knarzen zu lassen, dass man gar nicht anders kann, als die Augen zu schließen und das Saiten-Gewitter auf sich herabprasseln zu lassen.
Im letzten Jahr legte das Trio die zweiteilige Album „ORO“ vor. Ein Meisterwerk über zwei CDs – bestehend aus den beiden Teilen „Opus Primum“ und „Opus Alter“. Dass der Titel des rund 90 minütigen Drone- und Doom-Metal-Mantras gleich mehrere Bedeutungen hat, gehört zum Konzept. Einen Hinweis darauf, ob bei der Titelwahl das italienische Wort für „Gold“ gemeint war, die lateinische Bezeichnung für „Ich bete“ oder der Titel gar ein Hinweis auf die hebräische Vokabel für „Licht“ sei, sucht man selbst in Statements von Ufomammut vergeblich. Hier heißt es vielsagend, dass es um Alchemie gehe, um kreative Prozesse und um das Herausdestillieren von Wissen und Erkenntnis. Ein Schelm, wer dabei an bewusstseinserweiternde Drogen denkt – doch immerhin: Ufomammut sind der beste Beweis dafür, dass auch Musik allein zu einer solchen werden kann.

Ufomammut, Bi Nuu, Fr 18.10., 20 Uhr

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