Konzerte & Party

The Unwinding Hours im Magnet Club

TheUnwindingHours_c_NealeSmithEs gibt Zeiten, da braucht es dringend Veränderungen. Im Falle der Freunde Iain Cook und Craig B. reichte es schon, einen alten Namen abzulegen. 2007 war es, als die introvertierten Schotten ihre Band Aereogramme auflösten und unter dem Namen The Unwinding Hours als Duo neu starteten. Bis dahin hatten die beiden ihren fragilen Gitarren-Rock sympathisch eigensinnig zwischen leiser Entschleunigung und dröhnendem Schichtwerk ausgerollt. Von Frust wegen mangelnden Erfolgs war damals die Rede. Das folgende, sparsam instrumentierte Debütalbum von The Unwinding Hours fiel dann allerdings nicht gerade kommerzieller aus. Auch der selbst produzierte Nachfolger „Afterlives“ dürfte zu experimentierfreudig sein und zu versunken in die inneren Gefühlswelten von Songwriter Craig B., um im großen Stil Gehör zu finden. Andererseits fällt es nicht schwer, die zerbrechlichen Songs des Doppels zu mögen. Zum großen Teil liegt das am tröstlich weichen Gesang des Hauptsongschreibers, der sich im Übrigen kürzlich wieder an der Uni eingeschrieben hat, um Soziologie und Theologie zu studieren. Überraschend spielfreudig und oft stürmisch klingen die neuen Songs. Das gloriose „Break“ etwa ist mit Klavier und üppigen Schrammel-Gitarren eine bittersüße Hymne; andere Songs wachsen aus apart verstolperten Rhythmen heraus.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Neale Smith

The Unwinding Hours Magnet Club, So 9.9., 21 Uhr, VVK: 15 Ђ zzgl. Gebühr

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