Konzerte & Party

The Vaselines im Comet Club

The Vaselines

„I hate the 80’s cause the 80’s were shit“, beschweren sich Frances McKee und Eugene Kelly auf ihrem Comeback-Album. Man könnte meinen, die beiden distanzieren sich damit von ihrer eigenen Vergangenheit. Aber dazu besteht überhaupt kein Grund. Sie sind immer ein Thema geblieben, obwohl sie Ende Achtziger in den vier Jahren der Existenz ihrer Band The Vaselines gar nicht so viel bewerkstelligt hatten. Aber es reichte, um Kurt Cobain so zu beeindrucken, dass er mit Nirvana die Vaselines-Songs „Molly’s Lips“ und „Jesus Doesn’t Want Me For A Sunbeam“ coverte und sogar seine Tochter nach McKee benannte.
Die daraus resultierende Publicity hatten die beiden Schotten nie ausgeschlachtet. Als alle über sie tuschelten, beschäftigten sie sich lieber mit eigenen Bands, McKee mit Suckle und Kelly mit Eugenius. Vor drei Jahren, als eigentlich niemand mehr damit rechnete, hat es dann doch wieder zwischen ihnen gefunkt – ein Umstand, den sie mit dem Album „Sex With An X“ in typisch britischer Art aufs Korn nehmen. Schon an diesem Titel merkt man, wie McKee und Kelly sich verändert haben. Früher waren sie verkniffen, heute mögen sie Erwachsenenhumor. Die Musik klingt selbstbewusster, ist immer noch schön draufgängerisch und nicht zu professionell, schließlich steht der Ruf als Indie-Legende auf dem Spiel.

Text: Thomas Weiland

The Vaselines, Comet Club, Mo 31.1., 21 Uhr, VVK: 13 Euro

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