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Veranstaltungen in Berlin diese Woche: 12 Tipps von den Rixdorfer Perlen bis Rosa von Praunheim

Welche Veranstaltungen finden diese Woche in Berlin statt? Was könnt ihr unternehmen? Wir haben 12 Tipps für euch: Ihr könnt die Star-Sopranistin Anna Prohaska im Konzerthaus, Monkey Safari im Ritter Butzke oder experimentelle Klänge in der Musikbrauerei genießen. Wenn euch der Sinn nach Theater steht: Rosa von Praunheim hat ein neues Stück namens „Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs“ geschrieben. Eröffnung ist im Rahmen der „Autoren[theater]tage“ im DT. Und im Heimathafen sorgen sich die Rixdorfer Perlen um ihre Kiezkneipe. Hier sind unsere 12 Tipps für Veranstaltungen in Berlin diese Woche.


Anna Prohaska im Konzerthaus Berlin

Anna Prohaska verzaubert diese Woche in Berlin mit ihrer Stimme das Konzerthaus. Foto: Marco Borggreve
Anna Prohaska verzaubert diese Woche in Berlin mit ihrer Stimme das Konzerthaus. Foto: Marco Borggreve

Ihre ersten Auftritte hatte die österreichisch-britische Sopranistin mit einem Wilmersdorfer Kirchenchor. Als langjähriges Ensemble-Mitglied der Staatsoper Unter den Linden und Solistin ist sie weltweit ein gern gesehener Gast. In dieser Spielzeit wirkt sie als Artist in Residence am Konzerthaus. Gemeinsam mit einem Trio, Veronika Eberle (Violine), Alisa Weilerstein (Cello) und der Pianistin Iddo Bar-Shai, singt sie Lieder von Beethoven, Janáček, Schostakowitsch, Kurtág und Tavener. Nach Prohaskas Auftritt gibt es im Konzerthaus Orchesterabende: Vom 1. bis 3. Oktober spielt Jörg Widmann mit dem Konzerthausorchester.


Kiezsalon in der Musikbrauerei mit Shida Shahabi and Nadja

Diese Woche spielt das Duo Nadja in der Musikbrauerei Songs zwischen Drone, Post Rock und Neuer Musik. Foto: Promo
Diese Woche spielt das Duo Nadja in der Musikbrauerei Songs zwischen Drone, Post Rock und Neuer Musik. Foto: Promo

Musik Gitarrist Aidan Baker und Bassistin Leah Buckareff verweigern sich als Dui Nadja klassischen Genres. Ihre elegischen, instrumentalen Songs, oft mit einer Spielzeit von über 20 Minuten, bewegen sich zwischen Neuer Musik, Drone, Ambient und Post Rock. Gleich drei digitale Alben brachte das kanadische Duo in diesem Jahr an den Start. Live könnten aber auch schon wieder neue Tracks vorgestellt werden. Ganz ohne Gitarre kommt hingegen Shida Shahabi aus. Die schwedisch-iranische Musikerin gilt als frische Kraft der zeitgenössischen Klaviermusik.

  • Musikbrauerei Berlin, Greifswalder Str. 23A, Prenzlauer Berg, Mi 30.9., 20 Uhr, mehr auf Facebook

Als die Mauer fiel

Jugendtheater in der Parkaue: "Als die Mauer fiel" beleuchtet die letzten Tage der DDR. Foto: Brachwitz
Jugendtheater in der Parkaue: „Als die Mauer fiel“ beleuchtet die letzten Tage der DDR. Foto: Brachwitz

Die deutsche Wiedervereinigung jährt sich am 3. Oktober zum 30. Mal. Das geteilte Deutschland ist für unter 30-Jährige nicht mal eine Erinnerung. Wer heute jung ist, kann sich die untergegangene DDR kaum vorstellen. Das Rechercheprojekt des Teams um Romy Weyrauch (Regie, Text) basiert auf Gesprächen zwischen Eltern, Jugendlichen und Großeltern und beleuchtet die letzten Tage der DDR sowie das Jahr zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung. Die Performance richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren.

  • Theater an der Parkaue, Parkaue 29, Lichtenberg, Mi 30.9., 18 Uhr, weitere Vorstellungen die ganze Woche in Berlin, www.parkaue.de

„Die Orestie“ in der Volksbühne

Diese Woche widmet sich die Volksbühne Berlin antiken Stoffen und zeigt "Die Orestie". Foto: Vincenzo Laera
Diese Woche widmet sich die Volksbühne Berlin antiken Stoffen und zeigt „Die Orestie“. Foto: Vincenzo Laera

Schon sportlich von der Volksbühne, unter Corona-Bedingungen solch ein Ensemblestück zu wagen. Schauspieldirektor Thorleifur Örn Arnarsson bringt mit „Die Orestie“ nach „Eine Odyssee“ (mit der er die vergangene Spielzeit eröffnete) erneut einen antiken Stoff auf die Bühne. Das Aischylos-Epos ist in West-Berlin mit Peter Steins dreiteiliger Neun-Stunden-Inszenierung von 1980 legendär, Arnarsson hat eine eigene Fassung des Vendetta-Stoffs erstellt und fragt sich, ob „es einen Ausweg aus diesem Kreislauf von Gewalt und Blutrache“ gibt. Antike Stoffe bilden in dieser Spielzeit einen Schwerpunkt an der Volksbühne.


Karo Lynn im Badehaus

Gefühlvoll: die Indie-Folk-Musikerin Karo Lynn. Diese Woche spielt sie im Badehaus in Berlin. Foto: Maxi Strauch
Gefühlvoll: die Indie-Folk-Musikerin Karo Lynn. Diese Woche spielt sie im Badehaus in Berlin. Foto: Maxi Strauch

Im Februar veröffentlichte die Leipziger Indie-Folk-Musikerin mit „Outgrow“ ihr zweites Album. Die geplante Tour musste sie wegen der Corona-Prävention auf den Herbst verschieben. Gesanglich erinnert Karo Lynn mit ihrer Mischung aus Lebenslust und Nüchternheit an Amy McDonald. Die Studioaufnahmen klingen intim – live peppt Karo Lynn sie mit einer opulent besetzten Band auf.


Miniaturensalon mit Isobel Markus

Die Autorin Isobel Markus lädt diese Woche zu ihrem Miniaturensalon ein. Foto: Nathalie Claude
Die Autorin Isobel Markus lädt diese Woche zu ihrem Miniaturensalon ein. Foto: Nathalie Claude

Isobel Markus’ Frühlingssalon findet jetzt halt im Herbst statt, aus den für 2020 üblichen Gründen. Ein Miniaturensalon bleibt es trotzdem: kurze, pointierte Reflexionen auf die Welt, literarisch, musikalisch, visuell. Mit Björn Kuhligk und Daniel Klaus füllt Markus selbst die „Berliner Szenen“ in der „taz“. Ulrike Almut Sandig liest aus ihrem neuen Roman “Monster wie wir”. Auch dabei: die schaumweingeborene Allesmögliche-Künstlerin Audrey Naline, die Journalistin Barbara Weitzel und die Electro-Vocalistin Nathalie Claude.

  • Lettrétage (Freudenzimmer) Mehringdamm 61, Kreuzberg, Fr 2.10., 20 Uhr, www.lettretage.de

Festivaleröffnung Autoren[theater]tage 2020

"Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs" heißt Rosa von Praunheims neues Stück. Premiere ist diese Woche im Deutschen Theater Berlin. Foto: Arno Declair
„Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs“ heißt Rosa von Praunheims neues Stück. Premiere ist diese Woche im Deutschen Theater Berlin. Foto: Arno Declair

Das Festival musste vom Juni in den Oktober verlegt werden, wo die von der Jury aus Dea Loher, Nina Hoss und David Tushing prämierten Stücke nun endlich ihre Uraufführung erleben. Ausgewählt wurden „beach house“ von Dorian Brunz, „Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs“ von Altmeister Rosa von Praunheim sowie „Schleifpunkt“ von Maria Ursprung. Dazu kommen zehn neue Kurzstücke.

  • Deutsches Theater Schumannstr. 13a, Mitte, Fr 2.10., ab 17 Uhr, Voraufführung „Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs“: Do 1.10., 21 Uhr, www.deutschestheater.de

„Keine Angst vor Nichts und Niemand“ im Heimathafen

Die Rixdorfer Perlen fürchten diese Woche das Ende ihrer Berliner Kiezkneipe. Foto: Verena Eidel
Die Rixdorfer Perlen fürchten diese Woche das Ende ihrer Berliner Kiezkneipe. Foto: Verena Eidel

Die drei Rixdorfer Perlen haben auch im Corona-Lockdown die Gäste des Feuchten Ecks nicht unversorgt gelassen: Barfrau Marianne (Britta Steffenhagen) sorgte mit einer 24-Stunden-Notschnapsklappe für hochprozentigen Nachschub, Amüsierdame Jule (Inka Löwendorf) lud ihre Stammkunden per Zoom-App auf dem Laptop zum Lapdance, und Putzfrau Mieze (Johanna Morsch) gab Hygiene-Beratung auf der Hotline „Keimfrei und Spaß dabei“. Und doch bringt das Virus auch das Kieztrio in Existenznöte.


Ritter Butzke-Kulturgarten mit Monkey Safari

Das Duo Monkey Safari legt diese Woche im Berliner Club Ritter Butzke auf. Foto: Promo
Das Duo Monkey Safari legt diese Woche im Berliner Club Ritter Butzke auf. Foto: Promo

Die Brüder Lars und Sven Rühlemann hatten in ihrer Jugend noch keinen gemeinsamen ästhetischen Nenner. Während der eine lieber Hip-Hop hörte, interessierte sich der andere für UK Beats. Seit einigen Jahren legen sie unter dem Namen Monkey Safari zusammen auf – und auch hierbei kristallisieren sich zwei Pole heraus: House und Techno. Dass die beiden aber zusammen eine Wucht sind, beweist das Booking der Hallenser: Sie sind weltweit in den renommiertesten Clubs unterwegs. Vollkommen zurecht!


Sunrise Sunset im HAU

Diese Woche Veranstaltungen in Berlin: Eine Hommage an einen früh verglühten Künstler zeigt das HAU diese Woche. Foto: Imogen Heath
Eine Hommage an einen früh verglühten Künstler zeigt das HAU diese Woche. Foto: Imogen Heath

Der Tänzer und Choreograf Fred Herko gehörte in den 1960er-Jahren zum Zirkel um Andy Warhols Factory. Während einer privaten Performance in einer Wohnung im fünften Stock in Greenwich Village sprang er 1964 zum Finale aus dem offenen Fenster. Ein Selbstmord im Übermut oder im Namen der Kunst? In „Sunrise Sunset“ nähert sich der polnische Choreograf Przemek Kamiński diesem mysteriösen Tod und rekonstruiert aus den nur lückenhaft verbliebenen Dokumenten von und über Herko das tänzerische Porträt eines früh verglühten Künstlers.


Radical Sounds of Latin America

Diese Woche tritt die argentinische Musikerin und Produzentin Catnapp bei den "Radical Sounds of Latin America" auf. Foto: Kitty Schumacher
Diese Woche tritt die argentinische Musikerin und Produzentin Catnapp bei den „Radical Sounds of Latin America“ auf. Foto: Kitty Schumacher

Den Auftakt des von Alejandra Cardenas und Talía Vega kuratierten Mini-Festivals markieren Diskurs-Veranstaltungen, die die rechtliche Situation von international agierenden Kunstschaffenden thematisieren. Ab dem Nachmittag stehen Konzerte und Performances auf dem Programm. Zu den Höhepunkten gehört der Auftritt der Argentinierin Catnapp, die an der Schnittstelle von Electro, Drum’n’Bass und Pop Empowerment-Texte singt und rappt.


Wladimir Kaminer im Tipi am Kanzleramt

Wladimir Kaminer liest diese Woche im Tipi am Kanzleramt. Foto: Wladimir Kaminer
Wladimir Kaminer liest diese Woche im Tipi am Kanzleramt. Foto: Wladimir Kaminer

In seinen neuen Erzählungen blickt der Berliner Autor aus der Elternperspektive liebe- und humorvoll auf Kinder und deren Großeltern. „Rotkäppchen raucht auf dem Balkon“ illustriert den Weg von der Party-Affinität zu einer nie gekannten Spießigkeit, während die „Best Ager“ plötzlich die digitale Welt und ihre Möglichkeiten entdecken.


Mehr Kultur-Tipps für Berlin

Feiern geht – zumindest ein bisschen. Hier sind unsere Tipps für den Tag der Clubkultur in Berlin am 3. Oktober. Pure Ästhetik: Berlins beste Kunstausstellungen in Galerien und Museen empfehlen wir hier. Derzeit läuft die Berlin Biennale – die besten Ausstellungen findet ihr hier.

Und falls ihr noch Tickets ergattern könnt: So gut ist „Studio Berlin“, die Boros-Ausstellung im Berghain. Mehr und mehr Clubs kommen mit neuen Konzepten zurück. Die Griessmühle öffnet wieder mit Techno und Bier an einem neuen Standort. Wenn ihr euch trotz Corona die Vorfreude nicht nehmen lassen wollt: 12 Konzerte in Berlin, die uns jetzt schon Lust aufs Jahr 2021 machen.

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