Konzerte & Party

Volbeat

Als Kind habe er Elvis das ers­te Mal auf einem Video seines Vaters gesehen und gedacht: „Wow, dieser Typ, diese Frisur, diese Klamotten, diese Stimme, dieser Stil!“ Als Teenager hat er bei seiner Schwester zum ersten Mal Heavy Metal gehört und gedacht: „Wow, diese Typen, wie die aussehen, gefährlich, und was die für einen Lärm machen, dieser Stil!“ So was wollte er auch machen. Zehn Jahre hat Michael Poulsen in der dänischen Death-Metal-Band Dominus gespielt. Bis es ihm zu langweilig wurde, immer dasselbe Geratter und Gegrowle, er wollte mehr singen als schreien, mehr Melodie. Denn da war ja immer noch Elvis in seinem Kopf. Michael wollte den modernen, extrem verzerrten „Heavy Sound“ behalten und mit der melodischeren Musik von früher verbinden. Aus den beiden Leidenschaften Elvis und Heavy Metal wurde dann vor ein paar Jahren seine neue Band Volbeat. Thomas Bredahl, der Gitarrist, lacht und sagt, als sie ihm erzählt hatten, es gä-be da diese Band, die eine Art „Elvis Metal“ spielt, habe er gedacht: Das ist ja völlig bescheuert! Aber als er die neuen Songs von Michael und den neuen Sound gehört hat, war er überzeugt: Es funktioniert.

Volbeat

Das mittlerweile dritte Album von Volbeat, „Guitar Gangsters & Cadillac Blood“, spielt mit allen möglichen Klischees, Zitaten, Geschichten, Comics und Hard-Boiled-Detective-Storys. „Doch im Grunde genommen“, sagt Michael, „sind alle Volbeat-Songs Love-Songs. Entweder traurig oder fröhlich. Und damit können die Leute offenbar etwas anfangen!“ Und damit, dass sie immer einen sehr direkten Kontakt zu ihrem Publikum suchten, von Anfang an, dass sie ständig auf Tour sind, über 100 Konzerte im Jahr, dass sie überall gespielt haben, erst vielleicht nur vor 25 Leuten, in winzigen Clubs. Bis es sich immer mehr rumsprach: Die Typen von Volbeat sind wirklich echt, keine falschen Fuffziger. Die Auftrittsorte wurden größer, und so konnten die Musiker jetzt auch endlich ihre Tagesjobs an den Nagel hängen, um sich ausschließlich auf das zu konzentrieren, was sie am liebs­ten tun. „Was könnte es Besseres geben?“, sagt Michael: „Ich habe meinen Traum verwirklicht und lasse meine Fans in den Konzerten daran teilhaben!“

Text: H.P. Daniels

Fanveranstaltung


Volbeat
; Stuck Mojo; Serum 114; Huxleys, Fr 24.10., 20.30 Uhr, VVK: 22 Euro.
Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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