Afrobeat

Vorbild Fela Kuti: Cassia spielen im Privatclub

Endloser Sommer: Selten zuvor hat eine britische Band jemals so afrikanisch geklungen wie Cassia

Cassia, Foto: Niall Lea

Irgendwann mal auf einer Yacht in den Bahamas spielen, davon träumen die drei Jungs von Cassia. Den passenden Sound dazu haben sie auf jeden Fall. Selten hat eine britische Band so exotisch geklungen wie sie. Calypso Afro Rock nennen sie ihren Stil.

Als Kind lebte Cassia-Frontmann Rob Ellis in Sambia. Wieder zurück in Großbritannien, genauer gesagt in der Nähe von Manchester, sorgte sein Großvater dafür, dass er die westafrikanischen Rhythmen und Musikstile nicht vergaß. Immer wieder hörten sich die beiden durch dessen immense Plattensammlung. Jahre später spielte Ellis seinen beiden zukünftigen Bandkollegen von Cassia die CDs und Vinyls seines Großvaters vor. Genauso begeistert wie er stürzten sich die drei in eine Internetrecherche über Weltmusik. Auf einer Webseite, auf der man durch Jahrzehnte voller Musik aus allen Teilen der Welt stöbern konnte, entdeckten sie schließlich Fela Kuti.

Der nigerianische Musiker gilt als Begründer des Afrobeats. Was Cassia aber vor allem an ihm faszinierte, war dessen Mission, Musik dazu zu nutzen, positive Energie zu verbreiten. Cassia beschlossen, es Fela Kuti nachzumachen. Ihre Musik hat der Band zufolge zwei große Ziele: Genauso wie ihre Songs künstlerische Einflüssen aus verschiedenen Kontinenten in sich vereinen, sollen sie auch Menschen aus der ganzen Welt zusammenbringen. Cassias zweites Anliegen ist ein bisschen weniger selbstlos: Mit ihrer Musik erfüllen sie sich ihren größten Wunsch: den Wunsch nach einem endlosen Sommer.

Privatclub Skalitzer Str. 85–86, Kreuzberg, Fr13.9., 20 Uhr, VVK 16 € zzgl. Gebühren

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