Konzerte & Party

The Walkmen im Roten Salon

The Walkmen

Paul Maroon, Walter Martin und Matt Barrick verfügen über Geduld. Ein Ende des Musikerdaseins kam für sie nie infrage, obwohl sie schon seit Mitte der Neunziger auf den Durchbruch warten. Erst versuchten sie sich mit den tollen Jonathan Fire*Eater, danach gründeten sie mit Sänger Hamilton Leithauser und Bassist Peter Bauer The Walkmen. Auch die brauchten eine Anlaufzeit, die im Grunde immer noch nicht völlig abgeschlossen ist. Weder mit dem viel beachteten Debüt „Everyone Who Pretended To Like Me Is Gone“ noch mit Neuaufnahmen aller Songs aus dem Harry-Nilsson-Album „Pussy Cats“ kam das Quintett richtig voran. Leichte Fortschritte erkennt man erst, seitdem sie über den Rand ihrer Basis New York hinausschauen. Das Album „Lisbon“ entstand zwar nicht in der portugiesischen Hauptstadt, aber die in diesem Land steckende Melancholie passte gut zum Sound der Band. Den dieser Tage erscheinenden Nachfolger „Heaven“ haben The Walkmen bei Phil Ek aufgenommen. Der Produzent besitzt im Waldgebiet rund um Seattle ein Studio, dessen ungewohnte Atmosphäre Wirkung zeigte. Plötzlich strahlen sie eine innere Ausgeglichenheit aus, die ihnen gut tut. Man stößt auf mehr akustische Passagen, der Gesang von Leithauser klingt ergreifend und Maroon schlendert mit seiner Gitarre gefühlvoll um ihn herum.

Text: Thomas Weiland

The Walkmen, Roter Salon, Mo 11.6., 21 Uhr, VVK: 18 Euro

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