Konzerte & Party

The War On Drugs im Bi Nuu

The War On Drugs

Adam Granduciel hatte es nicht immer leicht. Längere Zeit musste er mit dem Gefühl leben, nur zweiter Sieger zu sein. Grund war die Konkurrenzsituation, in der er und Kurt Vile steckten. Vile war anfangs Mitglied in Granduciels Band The War On Drugs. Nach dem Debütalbum „Wagonwheel Blues“ seilte er sich ab. Er machte mit seiner eigenen Band The Violators weiter und wurde zum Kultstar. Granduciel hinkte im Vergleich dazu hinterher. Dieser Zustand machte ihm zu schaffen, wie er offen zugibt: „Ich musste immer gegen den von außen kommenden Verdacht ankämpfen, dass es mit The War On Drugs nach Kurts Ausstieg nichts mehr wird. Dabei war ich in Wahrheit schon immer der Songschreiber in dieser Band. Damit das Gerede langsam mal aufhört, habe ich mich bei der Entstehung des neuen Albums besonders angestrengt.“ Die Platte, von der er spricht, heißt „Lost In The Dream“ und hält nicht, was der Titel verspricht. Granduciel bewegt sich nicht in fernen Sphären. Das genaue Gegenteil ist der Fall, er wirkt aufgeweckter denn je. Der Rhythmus kommt zügig voran, die Gitarre wird richtig ausgereizt und der Sänger feuert sich mit kurzen Ausrufen an. „Ich mag hymnische Musik mit schnellem Tempo. Früher habe ich es in meiner Musik nur nicht zugelassen, weil ich mir nicht sicher war. Jetzt erst spüre ich den Willen, dass ich alles herauslassen kann, was in mir steckt. Auf Dauer macht es keinen Sinn, sich den Leuten gegenüber zu verstellen.“ Als Granduciels Vorbilder werden häufig Bruce Springsteen, Neil Young und Tom Petty genannt, aber auch der Einfluss einer europäischen Band, The Waterboys, ist nicht von der Hand zu weisen.?

Text: Thomas Weiland

Foto: Dusdin Condren

The War On Drugs, ?Bi Nuu, Fr 23.5., 19 Uhr, ausverkauft

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