Konzerte & Party

„Who Made Who“ ziehen alle Register in der Maria

Who Made WhoWer sich Who Made Who nennt, weckt sofort Assoziationen, die in eine bestimmte Richtung gehen. Inzwischen weiß man aber längst, dass sich hinter diesem Namen keine AC/DC-Nachspielkapelle, son­dern eine Disco-Maschine par excellence verbirgt. Es gibt kaum eine Bühne (auch in Berlin!), auf der Who Made Who in den vergangenen vier Jahren nicht den Groove von der Leine gelassen haben. Kein Wunder, dass sich Fans und Prominente nun gleichermaßen auf sie einigen können. Digitalism aus Hamburg haben bei Who Made Who einen Remix angefragt, Josh Homme von Queens Of The Stone Age liebt den Song „Space For Rent“, und auch James Murphy von LCD Soundsystem oder Alexis Taylor von Hot Chip wissen Bescheid.
Nach den ganzen Konzerten musste man allerdings befürchten, dass uns mal wieder ein ordinäres „zweites Album“ ins Haus steht, bei dem es der Band einzig darum geht, die Energie der Live-Gigs einzufangen. Wie öde! Zum Glück haben sich Who Made Who nicht darauf eingelassen. Auf „The Plot“ zeigen sie uns, was man unter „Motown Bizarre“ versteht. Au­ßerdem lassen sie das Melodiegefühl von Simon & Garfunkel einfließen und machen auch mal von Oboe oder Fagott Gebrauch. „Studioaufnahmen und Konzerte sind zwei verschiedene Dinge, und das sollte man auch merken“, findet Bassmeister Tomas Hшffding. „Im Studio sind wir kompliziert und verschroben. Selbst unsere zupackenden Songs klingen dann nicht wirklich aggressiv oder hart. Auf der Bühne geben wir jedwede Zurückhaltung auf. Wir holen die Gala-Uniform raus und machen nur Faxen.“ That’s entertainment.

Text: Thomas Weiland

Foto: Sacha Maric 

Intro intim mit Who Made Who, Maria am Ostbahnhof, Fr 20.3., 21 Uhr, VVK: 13 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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