Konzerte & Party

Wortschatz

Hagen LiebingSind Sie eigentlich auch schon einmal zu einer After-Party eingeladen worden? Und wenn ja, hat Sie das vielleicht ebenso erschreckt wie mich? Selbst wenn dieser Begriff jetzt ja zunehmend bei Facebook, in Einladungsbriefen, auf Club-Werbeflyern und selbst in der Radioreklame auftaucht, kann ich mich nicht recht damit anfreunden.
Menschen aus dem angloamerikanischen Sprachraum mögen bei dieser Wortneuschöpfung vielleicht nicht zusammenzucken, aber hinsichtlich der deutschen Sprache ist mir das Trendwort viel zu sehr anatomisch konnotiert. Wo noch mal findet diese Party statt?
Nein, besser nicht!
Eigentlich hießen solche Veranstaltungen früher doch mal ausreichend aussagekräftig After-Show-Party oder auch After-Work-Party, vielleicht ja auch noch After-Hour-Party. Und ich finde auch, dass man sich weiterhin die Mühe machen sollte, drei, vier Buchstaben mehr aufzuwenden, damit die nichts ahnenden Adressaten – sofern sie sich wie ich überwiegend in deutscher Sprache  ausdrücken – nicht gleich bei jeder Einladung automatisch denken, den Berghain-Dresscode befolgen zu müssen. 

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