Konzerte & Party

Yacht

Auf dem New Yorker Label DFA veröffentlicht Jona Bechtolt elektronische Musik.

Wer sich in der amerikanischen Indie-Szene auskennt, dürfte schon mal auf die Aktivitäten eines gewissen Jona Bechtolt gestoßen sein. Sein Name taucht zum Beispiel in den Credits des Albums „Cripple Crow“ von Devendra Banhart auf. Dem wunderlichen Folk-Helden hat er auch als Tour-Schlagzeuger unter die Arme gegriffen. Eigentlich aber ist Bechtolt voll und ganz in elektronische Musik vernarrt – so sehr, dass er ein Stück voller Verehrung „I Love A Computer“ genannt hat. Es ist eines der bekanntesten im Repertoire seines Lieblingsprojekts Yacht, von dem es schon drei Alben gibt. Um die Musik bekannt zu machen, hat Bechtolt Auftritte auf einer echten Yacht am Willamette-Fluss in Portland, in Museen oder Kunstgalerien oder auf der New Yorker Perfor­manceshow „Crap-tops vs. Laptops“ absolviert.

Angesichts dieser Vergangenheit stellt man sich einen Freak vor, der am liebsten alleine in ir­gendeiner Ecke herumschraubt und die große Konzertöffentlichkeit meidet. Dem ist aber nicht (mehr) so. Seit 2008 erscheinen die Platten von Yacht bei DFA, der Heimat von LCD Soundsystem und Hercules & Love Affair. Die erste dort veröffentlichte Single heißt „Summer Song“. In ihr steckt alles, was Produktionen des New Yorker Labels ausmacht: wühlender Funk-Bass, Kuh­glocke, Disco-Beat. Weil es keinen Spaß macht, mit so einer Musik alleine zu feiern, hat sich Bechtolt nun mit Claire Evans eine feste Sängerin angelacht, mit der er auch schon auf Festivaltour unterwegs war. Im neuen Jahr steht die Veröffentlichung des ersten gemeinsamen Albums „See Mystery Lights“ an. Berlin erfährt schon früher davon. Bei ihrem Clubauftritt stellen Yacht ein paar Stü­cke daraus vor.

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