Konzerte & Party

Zaz im Huxley’s Neue Welt

ZazIn teuren Städten, so sagt man,  seien Musiker fleißiger als anderswo, schon allein, um zu überleben. Die Wahlheimat von Isabelle Geffroy, kurz: Zaz, heißt Paris – nicht nur unter Künstlern als aberwitzig teures Pflaster bekannt. Statt an der Seine auf die Muse zu warten, arbeitete sich die studierte Musikerin mit der intensiven rauen Stimme durch Anzeigenblätter, sie vereinbarte Auditions bei Bands und Theatern – egal ob dort Samba, Jazz oder Chanson gespielt wurde. Oft langte die Miete am Monatsende dennoch nicht. Dann legte die 30-Jährige ein paar Abendschichten nach, in den Flaniergassen des Montmartre. Mit den Geräuschen der Stadt im Hintergrund formte Zaz ihre Stimme zu einem raumgreifenden Instrument, das so melodisch wie rhythmisch klingt und offenbar keinerlei Hilfsmittel bedarf. Wenn Zaz ihren Song „Je Veux“ irgendwo im Park bloß in Begleitung eines Gitarristen singt, während Autos um die Ecke brummen, wirkt sie so präsent wie andere wohl nur vor jubelnden Fans. Ihr beseelter Gesang ist es auch, der den eingängigen, groovebetonten Akustikpop ihres Debüts zum Nummer-1-Album in Frankreich machte. Auch hier hat sich die Zaz-Euphorie nach ihrem ersten Berlin-Auftritt bei der Berlin Music Week ausgeweitet. Das Konzert wurde bereits in eine größere Halle verlegt.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Verlässlich gut

Zaz Huxley’s, Do 20.1., 20 Uhr, AK: 24 Ђ

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