Konzerte & Party

Zum Abschied: Kraftwerk

Kraftwerk in der Neuen Nationalgalerie

Nachdem Kraftwerk den Großteil ihres Gesamtwerkes bereits bei Museums-Konzerten in New York, London und in ihrer Heimatstadt Düsseldorf vorstellten, konnte man am Donnerstag (06.11.) bei einer Pressekonferenz der Nationalgalerie erfahren, dass demnächst
auch Berlin in den Genuss der Elektronik-Pioniere kommen wird. Anlässlich der renovierunsbedingten Schließung der Neuen Nationalgalerie zum Ende des Jahres kann sich Direktor Udo Kittelmann keine bessere Abschiedsveranstaltung vorstellen, als die Elektronik-Pioniere in sein Haus zu holen: „Mit Kraftwerk und Mies van der Rohe als dem Architekten der Nationalgalerie treffen hier zwei kongeniale Partner zusammen“
Schon vor Monaten habe man die akustischen Möglichkeiten der 1700 Besucher fassenden Ausstellungshalle ausgelotet, in der zwischen dem 6. und 13. Januar 2015 acht Alben von der Band aufgeführt werden sollen. In chronologischer Folge spielen Kraftwerk „Autobahn“ (1974), „Radio-Aktivität“ (1975), „Trans Europa Express“ (1977), „Die Mensch-Maschine“ (1978), „Computerwelt“ (1981), „Techno Pop“ (1986), „The Mix“ (1991), und „Tour de France“ (2003). Ergänzt wird jede Performance durch eine Auswahl an weiteren Kompositionen aus dem Gesamtwerk und eine eigens entwickelte 3-D-Show.   
Benita von Maltzahn, Leiterin des Bereichs Kultur, Lifestyle des  Sponsors Volkswagen begründete die Kooperation nicht nur mit der internationalen Relevanz des Kraftwerk-Oeuvres, sondern auch mit dem Umstand, „dass ja bereits auf den Album-Cover von ‚Autobahn‘ einst ein VW-Käfer abgebildet wurde“ – auch wenn im Vordergrund das Armaturenbrett eines Mercedes zu sehen ist.

Der Ticket-Vorverkauf (65 Euro zzgl. Gebühr) für die acht Konzerte startet online ab Samstag, den 15.11.2014 um Punkt 9 Uhr unter kraftwerk.tickets.de

Aber auch an die Freunde des Haptischen wurde gedacht. An Mitternacht vom 14. auf den 15.11.2014 werden aus einem herkömmlichen Ticketwaggon vor der Nationalgalerie heraus Tickets „an jene verkauft, die nach wie vor gerne eine schöne Eintrittskarte in den Händen halten und mit Cash bezahlen wollen“, verkündete Udo Kittelmann.

Text und Foto: Hagen Liebing

 

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